Zucker ist nicht gleich Zucker
von Tobias Piotrowski
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt unterschiedliche Reaktionsgeschwindigkeiten bei der Oxidation von Mono- und Disacchariden.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Saccharose | – | – | – |
| Natriumcarbonat wasserfrei | H319 | – |
|
| Kaliumpermanganat | H272, H302, H410 | – |
|
Durchführung
Die Schnappdeckelgläser werden bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt. In das erste wird eine Spatelspitze Glucose und in das zweite eine Spatelspitze Saccharose gegeben. Die Gläser werden geschüttelt um die Zucker zu lösen. Das dritte dient als Referenzprobe. In alle drei Gläser wird ein Tropfen der Kaliumpermanganat-Lösung gegeben und wieder geschüttelt.
Nun wird in alle drei Gläser eine Spatelspitze Natriumcarbonat gegeben und NICHT geschüttelt.
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: Links: Blindprobe, Mitte: Glucoselösung, Rechts: Saccharoselösung, jeweils mit Kaliumpermanganat und einer Spatelspitze Natriumcarbonat am Boden
Deutung
Die Glucose- und die Saccharose-Lösungen werden erst in sodaalkalischer Lösung vom Kaliumpermanganat oxidiert. Die Saccharose reagiert jedoch langsamer als die Glucose, da das Disaccharid zuerst in die Monosaccharide Glucose und Fructose zersetzt werden muss.
Folgende Reaktionsgleichungen können aufgestellt werden:
Na2CO3(aq) + H2O → NaHCO3(aq) + NaOH(aq)
R-CHO(aq) + 2 MnO4-(aq) + 2 OH- → R-COOH(aq) + 2 MnO42-(aq) + 2 H2O(l)
R bezeichnet hierbei den Rest der Glucose, da in der Reaktion nur die Aldehydgruppe beteiligt ist. Die Reaktion läuft weiter, bis das Manganation zum braunen MnO(OH)2 reduziert wird.
R-CHO(aq) + 2 MnO42-(aq) + 2 H2O(l) → R-COOH(aq) + 2 MnO(OH)2(aq) + 2 OH-(aq)