Ein hungriges Lösungsmittel
von Friederike Kellner
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird Polystyrol in Aceton gelöst.
Vorbemerkung
Dieser Versuch eignet sich wegen seiner hohen Effektstärke gut als Showversuch, kann an dieser Stelle aber auch zur Thematisierung der Eigenschaften von Alkanonen als Lösungsmittel genutzt werden. Spezielles Vorwissen wird nicht benötigt.
Materialien
Becherglas 250 mL, Tiegelzange, Polystyrol (Styropor)
Chemikalien
Aceton
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Aceton | H225, H319, H336, EUH066 | – |
|
Durchführung
10 mL Aceton werden in das Becherglas gegeben, dann wird darin das Styropor gelöst. Es können mehrere große Stücke Styropor gelöst werden, ungefähr 10 g.
Beobachtung
Das Styropor löst sich unter leichtem Zischen schnell in Aceton.
Abbildungen
-
Abb. 1: Auflösen von Styropor in Aceton.
Deutung
Polystyrol hat eine sehr geringe Dichte, weshalb sich große Mengen in Aceton lösen lassen. Es handelt sich bei Polystyrol um einen Duroplasten.
Entsorgung
Die flüssige Phase in den Sammelbehälter für organische Lösungsmittel geben, die feste Phase in den organischen Feststoffbehälter.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Alternativ kann ein Stück Styropor auch mit Aceton beträufelt werden. Hierbei „frisst“ sich das Aceton von oben durch das Styropor.
Literatur
[3] H. Schmidkunz, Chemische Freihandversuche Band 2, Aulis, 2011, S. 338.