Proteinnachweis durch die Biuret-Probe
von Maximilian Wolf
Ziel des Versuchs Anhand der Biuret-Probe werden Eiweiße in Eiklar-Lösung nachgewiesen.
Vorbemerkung
Die Biuret-Probe beruht auf einer Komplexbildung, bei der sich ein violetter Komplex aus Kupfer(II)-Ion als Zentralteilchen und Peptidbindungen als Liganden bildet. Als Vorwissen sollten zuvor koordinative Bindungen Teil des Unterrichts gewesen sein.
Die 10%ige Natriumhydroxid-Lösung sollte vorbereitet werden, da beim Umgang mit Natriumhydroxid-Plätzchen eine Ersatzstoffprüfung erfolgen muss. Dieser Schritt sollte der Klasse transparent gemacht werden.
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kupfer(II)-sulfat-5-H2O | H302, H319, H315, H410 | P280, P273, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 |
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| Natriumhydroxid | H314 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Blindprobe mit hellblauem Kupfer(II)-hydroxid-Niederschlag -
Abb. 2: Kupfer(II)-hydroxid-Niederschlag unter Anwesenheit von Peptidbindungen -
Abb. 3: Durch Lösen des Niederschlags entsteht eine violette Lösung
Deutung
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Der Nachweis von Peptiden bzw. Proteinen kann alternativ auch durch Besprühen proteinhal- tiger Substanzen mit ethanolischer Ninhydrin-Lösung oder durch den Xanthoprotein-Nachweis erfolgen. Bei letzterem werden aromatische Aminosäurereste durch Zugabe von SalpetersäureLösung nitriert. Anhand dieses Nachweises können anschließend die Struktur der Reste und der Mechanismus der Nitrierung diskutiert werden.
Der Biuret-Nachweis kann anschließend mit proteinhaltigen Lebensmitteln durchgeführt werden
Mit der Biuret-Probe getestete Aminosäuren (z.B. mit einer Glycin-Lösung) bilden einen blau- en, löslichen Komplex. Auch einzelne Aminosäuren vermögen also an Kupfer(II)-Ionen koordi- nativ zu binden.