Geschwindigkeitsmessung der Enzymaktivität
von Adrian Pflugmacher
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die Reaktionsgeschwindigkeit enzymatischer Reaktionen in Abhängigkeit der Substratkonzentration am Beispiel des Stoffwechselprozesses von Hefe thematisiert.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Zucker | – | – | – |
Durchführung
Beobachtung
Nach etwa 5 Minuten ist eine Gasentwicklung zu beobachten. Die Skala des Messzylinders beginnt bei 5 mL und ist nach 11,5 Minuten erreicht. Ab hier steigt das Gasvolumen, wie in Tabelle 1 aufgezeichnet.
Tabelle 1: Messwerte des Versuchs zur Geschwindigkeitsmessung der Enzymkinetik
| Zuckerlösung 1 | Zuckerlösung 2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| t [min] | t [s] | V [mL] | t [min] | t [s] | V [mL] | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 5 | 300 | 0 | 5 | 300 | 0 | |
| 11,5 | 690 | 5 | 10 | 600 | 0 | |
| 13 | 780 | 7 | 22 | 1320 | 5 | |
| 14,5 | 870 | 9 | 25 | 1500 | 7 | |
| 17 | 1020 | 12,5 | 27 | 1620 | 8,5 | |
| 19,5 | 1170 | 16 | 29 | 1740 | 10 | |
| 22 | 1320 | 20 | 32,5 | 1950 | 12 | |
| 22,5 | 1350 | 25 | 35 | 2100 | 14 | |
| 27,5 | 1650 | 28 | 37,5 | 2250 | 15 | |
| 30 | 1800 | 32 | 40 | 2400 | 16 | |
| 32,5 | 1950 | 35 | ||||
| 35 | 2100 | 39 | ||||
| 37,5 | 2250 | 43 | ||||
| 40 | 2400 | 47 | ||||
Abbildungen
-
Abb. 1: Versuchsaufbau zur Geschwindigkeitsmessung der Enzymaktivität
Deutung
Die Geschwindigkeit der Reaktion kann über ein Volumen-Zeit-Diagramm ermittelt werden. In Abbildung 2 sind die Messwerte für beide Zuckerlösungen aufgetragen und werden im Weiteren mit Substratkonzentration bezeichnet. Die Substratkonzentration 1 ist aufgrund der durchgeführten Verdünnung um das zehnfache größer als die Substratkonzentration 2.
Anhand der Steigung des linearen Fits in der Auftragung zeigt sich, dass die Geschwindigkeit der Reaktion bei Zehnfacher Substratkonzentration als etwa dreimal schneller einzuschätzen ist als bei der niedrigeren Konzentration. Das zeigt, dass auch hier, wie bei allen chemischen Reaktionen, Teilchenkollisionen nötig sind, um Reaktionen ablaufen zu lassen. Bei höherer Konzentration ist die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen, die zur Reaktion führen, deutlich größer.
Anhand der Abhängigkeit der Enzymaktivität von der Substratkonzentration kann in sich anschließenden Einheiten dann auch die Michaelis-Menten-Kinetik behandelt werden.
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
Schwamborn, M.; Schütte, O. (2014): Praktikumsskript spezielle organische Chemie für Lehramtskandidaten. Georg-August-Universität Göttingen.
Brown, Theodore L.; LeMay, Harold Eugene; Bursten, Bruce Edward; Robl, Christian (2011): Chemie. Studieren kompakt. 10., aktualisierte Aufl. München: Pearson