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Ziel des Versuchs Mit diesem Versuch sollen die SuS die elektrophile Substitution am Ring von aromatischen Verbindungen kennenlernen.

Vorbemerkung

Mit diesem Versuch sollen die SuS eine weitere elektrophile Substitution am Beispiel von Naphthalin kennenlernen. Für diesen Versuch werden theoretische Grundlagen zur Elektrophilie von Teilchen und der Reaktionstyp der Substitution vorausgesetzt.

Materialien

Reagenzglas, Bubrenner, Mörser und Pistel, Pasteurpipetten, Becherglas

Chemikalien

Schwefelsäure (konz.), Wasser, Naphtalin

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Naphthalin H351, H302, H410 GHS07 GHS08 GHS09
Schwefelsäure konz. H314 GHS05
1-Naphthalinsulfonsäure Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen.

Durchführung

Es werden ca. 1 g Naphthalin in einem Mörser zerrieben und anschließend eine Spatelspitze davon in ein Reagenzglas gegeben. Dieses wird mit etwa 5 mL konzentrierter Schwefelsäure versetzt und mit der leuchtenden Flamme erhitzt. Nach einigen Minuten wird der Inhalt des Reagenzglases wird in ein Becherglas mit 50 mL demineralisiertem Wasser überführt.

Beobachtung

Vor dem Erhitzen liegt ein weißer Feststoff im Reagenzglas vor. Beim Erhitzen ist ein Farbumschlag zu schwarz zu verzeichnen. Im demineralisierten Wasser ist eine hellbraune Lösung zu sehen.

Abbildungen

  • Abb. 1: Reaktionsgleichung
  • Abb. 2: Naphtalin in Schwefelsäure vor dem Erhitzen
  • Abb. 3: Naphtalin in Schwefelsäure nach dem Erhitzen
  • Abb. 4: Naphtalin in Schwefelsäure nach Überführung in ein Becherglas mit 50 mL dem. Wasser

Deutung

Zunächst findet eine Autoprotolyse der Schwefelsäure statt. Dabei werden Sulfit-Ionen gebildet, welche ein elektrophiles Zentrum am Schwefelatom besitzen. Das nucleophile Naphthalin greift das Elektrophil an, sodass sich die 1-Naphtaleinsulfonsäure bildet.

Entsorgung

Die Lösung wird im Behälter für organische Lösungsmittel entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Bei diesem Versuch ist darauf zu achten, dass mit Handschuhen und unter dem Abzug zu arbeiten ist. Bei direktem Kontakt mit der menschlichen Haut wirken Naphtalin und Schwefelsäure bereits sensibilisierend und stark ätzend. Mit diesem Versuch könnte nach dem Lehrerversuch V1: „Bromierung von Toluol“ die elektrophile Substitution vorgestellt werden.

Literatur

Asselborn, Wolfgang (Hg.) (2013): Chemie heute. Braunschweig: Schroedel.