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Ziel des Versuchs Dieser Versuch soll zeigen, dass mit einfachsten Lebensmitteln, wie zum Beispiel Brausepulver eine Flamme erstickt werden kann

Materialien

250 mL Becherglas, Spritzflasche, Stopfen eines Erlenmeyerkolbens oder Porzellantiegel, Tiegelzange, Teelicht.

Chemikalien

2 Tütchen Ahoj-Brausepulver.

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Citronensäure H318 P280, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05
Natriumhydrogencarbonat

Durchführung

In das Becherglas werden 2 Tütchen Brausepulver gegeben. In die Mitte des Becherglases wird der Stopfen des Erlenmeyerkolbens oder der Porzellantiegel gestellt. Darauf wird das Teelicht gestellt und entzündet wird. Mit der Spritzflasche wird so viel Wasser hinzugegeben, bis es zur deutlichen Gasbildung kommt.

Beobachtung

Die Flamme erlischt, nachdem sich das entstehende Gas im Becherglas ausgebreitet hat.

Abbildungen

  • Erlischen eines Teelichts in CO2-Atmosphäre.

Deutung

Durch Zugabe von Wasser zum Brausepulver entsteht Kohlenstoffdioxid, das die Luft aus dem Becherglas verdrängt und die Flamme der Kerze erstickt.

Entsorgung

Die Reaktionsprodukte können werden im Abfluss entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

In der Literatur wird das Experiment oftmals ohne Stopfen oder ohne Porzellantiegel beschrieben. Folglich würde das Teelicht direkt auf dem Brausepulver stehen. Fälschlicherweise könnten die SuS dann Fehlvorstellungen entwickeln, dass das aufschäumende Pulver die Flamme erlischt, wenn dieses mit dem Teelicht direkt in Berührung kommt. Theoretische Hintergründe (nicht für SuS): Brausepulver besteht u.a. aus Natriumhydrogencarbonat und Citronen säure. Durch die Zugabe von Wasser zum Brausepulver, wird die Reaktion zwischen dem Natriumhydrogencarbonat und der Citronensäure (HX) initiert. Dabei sich dabei entstehende Kohlenstoffdioxid ist schwerer als die anderen Gase der Luft und verdrängt diese aus dem Becherglas. Dadurch, dass die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird, erlischt die Flamme des Teelichts. NaHCO3 (s) + HX (s) + H2O (l) → NaX (s) + 2 H2O (l) + CO2 (g)

Literatur

U. Berger, D. Kersten, Die Chemie-Werkstatt: spannende Experimente ganz ohne Labor, Velber-Verl, Freiburg im Breisgau, 2010. S. 24.