Zum Inhalt springen

Feuerlöschen mit Salzsäure und Natriumcarbonat

von Dennis Roggenkämper

Ziel des Versuchs Dieser Versuch soll zeigen, dass bereits geringe Mengen an Kohlenstoffdioxid die Flamme eines Teelichts ersticken können.

Materialien

250 mL Becherglas, Stopfen für einen Erlenmeyerkolben, Pasteurpipette, Spatel, Teelicht.

Chemikalien

Salzsäure (w = 25%), Natriumcarbonat (wasserfrei).

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Salzsäure konz. H314, H335 GHS05 GHS07
Natriumcarbonat wasserfrei H319 GHS07

Durchführung

In das Becherglas wird der Stopfen eines Erlenmeyerkolbens gestellt. Ein gehäufter Spatel mit Natriumcarbonat wird gleichmäßig um den Stopfen verteilt. Mit der Pipette wird solange Salzsäure hinzugegeben, bis es zur deutlichen Gasentwicklung kommt.

Beobachtung

Die Flamme erlischt, nachdem sich das entstehende Gas im Becherglas ausgebreitet hat.

Abbildungen

  • Das Teelicht zu Beginn des Versuches
  • Erlischen eines Teelichts in CO2-Atmosphäre.

Deutung

Durch die Zugabe von Salzsäure zu Natriumcarbonat entsteht Kohlenstoffdioxid. Das CO2 ist schwerer als die anderen Gase der Luft und verdrängt diese aus dem Becherglas. Dadurch, dass die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird, erlischt die Flamme des Teelichts. Na2CO3 (s) + HCl (aq) → NaCl (s) + H2O (l) + CO2 (g)

Entsorgung

Die Reaktionsprodukte können nach der Verdünnung im Abfluss entsorgt werden.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Sofern kein Natriumcarbonat vorhanden ist, kann der Versuch auch mit Natriumhydrogen-carbonat durchgeführt werden. Die Salzsäure kann auch geringer konzentriert sein, allerdings muss dann eine deutlich größere Menge hinzugegeben werden.

Literatur

H. Schmidkunz, W. Rentsch, Chemische Freihandversuche: Kleine Versuche mit großer Wirkung, Aulis, Köln, 2011.