Iodtest
von Maximilian Konrad
Ziel des Versuchs Bei diesem Versuch sollen ausgesuchte Lebensmittel auf Stärke getestet werden. Als Vorwissen benötigen die Schüler den Umgang mit Pipetten.
Vorbemerkung
Bei diesem Versuch sollen ausgesuchte Lebensmittel auf Stärke getestet werden. Als Vorwissen benötigen die Schüler den Umgang mit Pipetten.
Materialien
Uhrengläser, Becherglas, Pipette, Messer
Chemikalien
Iodlösung (verdünnt), Lebensmittel (Kartoffel, Haferflocken, Brot,…)
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Iodlösung 0,1 M | H315, H319 | P305+P351+P338 |
|
Durchführung
Auf die Uhrengläser werden die einzelnen Lebensmittel gegeben und mit einigen Tropfen Iodlösung versetzt. In ein Becherglas mit Wasser wird auch Iodlösung gegeben.
Beobachtung
Kartoffeln, Brot und Haferflocken färben sich an der Stelle, an der die Iodlösung getropft wurde schwarz. Das Wasser verfärbt sich nach Zugabe von Iodlösung nicht.
Abbildungen
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Lebensmittel mit Iodlösung versetzt
Deutung
Die in der Stärke enthaltene Amylose bindet Iodidketten. Es entsteht eine Einschlussverbindung, die Iodstärke. Durch diesen Einschluss sind alle sieben Valenzelektronen des Iods delokalisiert und es verringert sich somit deren Anregungsenergie. Die Iodstärke absorbiert langwelliges Licht und erscheint somit dazu Komplementär blau-schwarz.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Um diese Erklärung für die Schüler stark zu vereinfachen, könnte man sagen, dass Iod und Stärke eine neue Verbindung eingehen. Diese neue Verbindung hat eine blau – schwarze Farbe. Zur besseren Vergleichbarkeit sollte wieder eine Blindprobe mit beispielsweise Salat durchgeführt werden.
Literatur
D. Kersten und U. Berger, Die Chemie – Werkstatt 4. Auflage, Velber Verlag, 2010