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Ziel des Versuchs Um einen Anschluss zwischen der Auswirkung von saurem Regen und einer allgemeinen Definition von sauren Lösungen herzustellen, kann dieser Versuch eingesetzt werden.

Vorbemerkung

In diesem Versuch wird die Wirkung von Haushaltssäuren auf Eisenwolle und Kupfer untersucht. Es handelt sich bei diesem Versuch um einen Langzeitversuch, bei dem ab dem zweiten Tag erste Ergebnisse zu beobachten sind. Besonders zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass die Lösungen durch die sich bildenden Metallkomplexe gefärbt werden. Um Fehlvorstellungen (Verknüpfung dieser Färbung mit der Färbung der Indikatoren) zu verhindern, sollte eine Vergleichsprobe mit Kupfersulfat und Eisennitrat hergestellt werden. Die Schüler kennen bereits die Auswirkung verschiedener Hausmittel auf Rotkohlsaft und können die jeweilige Färbung des Rotkohlsafts auf die Eigenschaften sauer, neutral oder alkalisch zurückführen. Außerdem wissen sie, dass Säuren Metalle und Marmor angreifen.

Materialien

Filterpapier, Pinzette, 4 Bechergläser (1x 200 mL, 3x 50 mL)

Chemikalien

Eisenwolle, Kupferdraht, saure Haushaltschemikalien (Zitronensaft, Entkalker, Essig)

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Eisen Pulver H228 P280 GHS02
Kupfer
Kupfer(II)-sulfat-Lösung 0,1 M H410 P273, P501
Eisen(III)-nitrat-9-H2O H272, H315, H319, H335 P220, P261, P305+P351+P338 GHS03 GHS07
Essigsäure H314 P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05

Durchführung

In Schnappdeckelgläser wird eine kleine Menge an Eisenwolle oder Kupfer gegeben. In jedes Schnappdeckelglas wird so viel einer sauren Haushaltschemikalie gegeben, dass das Metall vollständig bedeckt ist.

Beobachtung

Nach zwei Tagen ist in allen Gefäßen mit Kupfer eine hellblaue Färbung zu erkennen, in allen Gefäßen mit Eisen eine orange-bräunliche. Die Intensität der Färbung variiert zwischen den einzelnen Schnappdeckelgläsern.

Abbildungen

  • Abb.1: Versuchsaufbau mit Kupferdraht (links) und Eisenwolle (rechts). Nach zwei Tagen Farbveränderung in den linken Gefäßen leicht hellblau, in den rechten Gefäßen bräunlich.

Deutung

Die Metalle werden von den Säuren angegriffen und lösen sich deshalb unter Komplexbildung auf. Da die Färbungen unterschiedlich stark sind, ist davon auszugehen, dass manche Metalle schneller bzw. einfacher angegriffen werden.

Entsorgung

Die Lösungen werden zunächst zusammengegeben und können anschließend über den Abfluss entsorgt werden

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Die SuS können in diesem Experiment als Teilexperiment den SäureBegriff nach Boyle bestätigen. Alkalische Haushaltsmittel können zusätzlich untersucht werden, um eine klare Abgrenzung aufzuzeigen. In den weiteren Teilversuchen kann die Wirkung von Säuren auf Pflanzenfarbstoffe und kalkhaltige Stoffe untersucht werden, sodass der Begriff auf jedes Kriterium einzeln untersucht werden kann.

Literatur

[1] C. J. Koene, Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII, Heft 10, Seite 245-283, 1846, (abgerufen 20.07.2016)