Der glühende Maiskolben
von Kristina Breithaupt
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die Gefährdung durch Starkstrom anhand eines eingelegten Maiskolbens veranschaulicht.
Materialien
2 Gabeln, 2 Krokodilklemmen, Vorrichtung zum Einspannen der Gabeln, 2 Kabel, Sicherheitsschalter für die Steckdose, Steckdose, Schmirgelpapier
Chemikalien
eingelegter Maiskolben
Durchführung
Vor Beginn des Versuches werden die Gabeln mit Schmirgelpapier abgeschmirgelt. Die Gabeln werden in die Vorrichtung gespannt und der Maiskolben wird auf diese aufgespießt. Die Kabel werden mit Hilfe der Krokodilklemmen an der Vorrichtung befestigt. Die Enden der Kabel werden in den Sicherheitsschalter gesteckt. Dieser wird daraufhin kontrolliert, sodass er ausgeschaltet ist. Anschließend wird er in die Steckdose gesteckt. Nun wird der Sicherheitsschalter eingeschaltet. Nach circa 2 Minuten wird der Sicherheitsschalter wieder ausgeschaltet, sodass kein Strom mehr fließt.
Beobachtung
Wird der Strom an den Maiskolben angelegt, so ist eine Rauchentwicklung erkennbar. Ein Zischen im Mais ist ebenso zu hören und die rechte Seite des Maiskolbens leuchtet in einem gelblich/ orangen Licht (siehe Abb. 1). Des Weiteren verfärben sich die Enden an den Stellen, an denen die Gabeln im Maiskolben stecken, schwarz.
Abbildungen
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Abb. 1: Beobachtung des Maiskolbens beim Anlegen einer Spannung von ca. 230 V (aus der Steckdose)
Deutung
Mit dem Einschalten des Sicherheitsschalters fließt elektrischer Strom durch den Maiskolben. Das Zischen und Dampfen des Maiskolbens ist durch das Verdampfen des enthaltenen Wassers zu erklären. Die schwarzen Enden des Maiskolbens an den Eintrittsstellen der Gabeln ist durch die starke Wärmeentwicklung als damit zusammenhängende Verbrennung an diesen Stellen zu deuten. Das gelblich/ orange Leuchten des Maiskolbens wird durch das in der Salzlake enthaltene Natriumchlorid hervorgerufen. In diesem Versuch findet eine Energieumwandlung von elektrischer Energie hin zu Licht- und Wärmeenergie statt.
Entsorgung
Die Entsorgung des Maiskolbens erfolgt im Hausmüll.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
An diesen Versuch kann ein Gedankenexperiment angeschlossen werden, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen des glühenden Maiskolbens auf den Menschen übertragen. Dazu sollen sich die Schülerinnen und Schüler vorstellen, dass an einen Elektrozaun gefasst wird. Sie sollen beschreiben und erläutern, was genau mit der Person geschieht. Dieses Vorgehen soll eine Sensibilisierung für die Gefährdung durch elektrischen Strom darstellen.
Literatur
abgewandelt nach: T. Marten, http://physikshow.uni-bonn.de/versuche/gluehgurke.pdf, 23.07.16 (Zuletzt abgerufen am 23.07.16 um 11:58 Uhr)