Lösen eines eingefärbten Zuckerwürfels
von Theresa Beck
Ziel des Versuchs Mit Hilfe dieses Versuches kann der Lösevorgang von Zucker visualisiert werden, da dieser eigentlich für das bloße Auge unsichtbar abläuft.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
| Zucker | – | – | – |
Durchführung
Teil A:
Es werden jeweils 75 mL kaltes Wasser in die vier Bechergläser gefüllt. In jedes Becherglas werden 2 Spatellöffel des jeweiligen Stoffes gegeben. Nachdem mit einem Glasstab vorsichtig einige Male umgerührt wurde, werden die Bechergläser für 1 Minute beobachtet.
Teil B:
Wasser wird mit einem Wasserkocher erhitzt und jeweils 75 mL in jedes der vier Bechergläser gefüllt. Die weiteren Schritte entsprechen denen in Teil A. [1]
Beobachtung
Teil A (kaltes Wasser) und Teil B (heißes Wasser)
| Becherglas | Stoff | kaltes Wasser | heißes Wasser |
|---|---|---|---|
| 1 | Kaffee | nicht vollständig löslich (das Wasser färbt sich braun, viel Bodensatz) | löslich (dunkelbraune Färbung der Lösung) |
| 2 | Tee | nicht vollständig löslich (Wasser färbt sich rosa, Teekrümel am Boden des Glases und an der Wasseroberfläche) | nicht vollständig löslich (Wasser färbt sich dunkelrot, wenig Rückstände am Boden und an der Wasseroberfläche) |
| 3 | Puderzucker | nicht vollständig löslich (Wasser wird trüb, Bodensatz) | vollständig löslich (Wasser bleibt klar, keinerlei Rückstände) |
| 4 | Reis | nicht löslich (Wasser bleibt klar, Reis setzt sich am Boden ab) | nicht löslich (Wasser bleibt klar, Reis setzt sich am Boden ab und quillt leicht auf) |
Abbildungen
-
Abb. 1: Kaffee und Tee in kaltem Wasser -
Abb. 2: Puderzucker und Reis in kaltem Wasser
Deutung
Fachwissenschaftliche Deutung
Die Löslichkeit von Stoffen ist u.a. abhängig von der Temperatur des Lösungsmittels. Diese Temperaturabhängigkeit lässt sich durch die energetischen Verhältnisse beim Lösen erklären. Stoffe, die sich exotherm lösen, lösen sich besser bei niedrigen Temperaturen. Endotherm lösende Stoffe lösen sich besser bei hohen als bei niedrigen Temperaturen. Unabhängig davon nimmt bei hohen Temperaturen die Teilchenbewegung der Wassermoleküle zu, wodurch der Lösevorgang beschleunigt werden kann.
Didaktisch reduzierte Deutung
Die Löslichkeit der verschiedenen Stoffe ist abhängig von der Temperatur des Wassers. Einige Stoffe, wie Kaffee, Tee und Puderzucker, lösen sich in heißem Wasser besser als in kaltem. Es gibt auch Stoffe (Reis), die sich weder in kaltem noch in heißem Wasser lösen.
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
[1] van Saan, Anita: 365 Experimente für jeden Tag. 4. Auflage. Kemper am Niederrhein 2009, S. 21.
[2] Schubert, Prof. Dr. Volker et. al., http://www.chemgapedia.de/vsengine/tra/vsc/de/ch/11/aac/vorlesung/kap_7/trajektorie/fluessigkeiten.tra/Vlu/vsc/de/ch/11/aac/vorlesung/kap_7/vlu/salzloesungen.vlu/Page/vsc/de/ch/11/aac/vorlesung/kap_7/kap7_5/kap7_52/kap7_52c.vscml.html (zuletzt angerufen am 22.07.2017, um 17:10 Uhr).