Fettbrand
von Thore Schulz
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt einen Fettbrand und was passiert wenn versucht wird diesen mit Wasser zu löschen.
Vorbemerkung
Ein Fettbrand, wie er beispielsweise in der Küche vorkommen kann wird mit Wasser gelöscht. Den SuS muss bekannt sein, dass sich Öl und Wasser nicht mischen lassen und somit das Öl auf dem Wasser schwimmt.
Materialien
Abdampfschale, Spritzflasche, Gasbrenner
Chemikalien
Sonnenblumenöl, Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Olivenöl | H315 | – |
|
| Wasser | – | – | – |
Durchführung
Ein Teelöffel Sonnenblumenöl wird in einer Abdampfschale mit einer Gasbrennerflamme solange erhitzt, bis sich das Öl selbst entzündet. Anschließend wird aus einem Abstand von ca. 1 m mit der Spritzflasche Wasser auf das Brennende Öl gespritzt.
Beobachtung
Nach einiger Zeit entzündet sich das Öl und brennt. Wird nun Wasser in die Abdampfschale gespritzt, in der sich das brennende Öl befindet, kommt es zu einer Stichflamme.
Abbildungen
-
Abb. 1: Fettbrand in einer Abdampfschale, links brennendes Öl, rechts der Versuch den Brand mit Wasser zu löschen.
Deutung
Fachliche Deutung <\b>
Sonnenblumenöl brennt bei etwa 270°C, Wasser besitzt eine Siedetemperatur von 100°C. Wird Wasser auf einen Fettbrand gespritzt, verdampft das Wasser sofort zu Wasserdampf. Durch diesen werden brennende Öltröpfen in die Luft geschleudert und es kommt zu einer Stichflamme.
Deutung für die SuS: <\b>
Wird Wasser in brennendes Öl gespritzt, verdampft das Wasser schlagartig. Dabei entsteht Wasserdampf welcher Ölpartikel, welche noch brennen, in die Luft wirbelt. Dadurch entsteht die Stichflamme.
Entsorgung
Fettreste können mit einem Hauswirtschaftspapier aufgenommen werden und im Restmüll entsorgt werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Alternativ zu dem Vorgehen im Protokoll, kann in einem Abzug oder hinter einer Plexiglasscheibe ein Esslöffel in einem Stativ eingespannt werden. Auf diesen wird Speiseöl gegeben und durch einen Gasbrenner von unten bis zur Selbstentzündung erhitzt. Dies hat den Vorteil, dass die Lehrkraft den Blick zur Klasse nicht unterbricht und zu dem Versuch noch etwas erzählen kann. Dieser Versuch kann zu Beginn einer Unterrichtsstunde vom Lehrer durchgeführt werden um in das Thema Arbeitssicherheit und Experimentieren im Chemieunterricht einzusteigen. Nach dem Versuch können die SuS in Partner oder Gruppenarbeit Laborregeln für das Experimentieren erstellen, welche im Anschluss im Plenum besprochen und von der Lehrkraft ergänzt werden können. Dieser Versuch sollte, wenn möglich, außerhalb des Klassenraumes erfolgen. Bei der Durchführung des Experiments in geschlossenen Räumen ist darauf zu achten, dass alle sich im Raum befindlichen Personen Schutzbrillen tragen und einen Schutzkittel.
Literatur
[1] R. Blume, http://www.chemieunterricht.de/dc2/haus/fette.htm (Abgerufen zuletzt am 23.07.2017 um 20:50)