Magnesium mit Iod
von Sissy Freund
Ziel des Versuchs In diesem Versuch reagiert Magnesium mit gasförmigen Iod. Durch das Verschwinden der violetten Farbe ist die Eindeutigkeit des Versuchs besonders gut durch die SuS nachzuvollziehen.
Vorbemerkung
In diesem Versuch reagiert Magnesium mit gasförmigem Iod. Durch das Verschwinden der violetten Farbe ist die Eindeutigkeit des Versuchs besonders gut nachvollziehbar. Für diesen Versuch sollten die SuS wissen, dass Iod eine bei Raumtemperatur feste, kristalline, violette Substanz ist und bei Wärmezufuhr in eine violette Gasphase sublimiert. Reagiert Iod mit anderen Substanzen zu Iodid-Ionen, entfärbt es sich. Weiterhin sollte bekannt sein, das Magnesium ein graues Metall ist, welches unter Wärmezufuhr mit einem hellen Aufleuchten verbrennt.
Materialien
Reagenzglas, Stativ mit Reagenzglashalter, Glaswolle
Chemikalien
Magnesiumpulver, Iod
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Magnesium | H260, H250 | – |
|
| Iod | H332, H312, H400 | – |
|
Durchführung
Das Reagenzglas wird quer mit Hilfe des Stativs befestigt. Es wird ein kleiner Iodkristall in das geschlossene Ende des Reagenzglases gelegt und eine Spatel Magnesium in die Mitte des Reagenzglases. Nun wird das Reagenzglas mit Glaswolle verschlossen. Zuerst wird das Iod erhitzt, bis es sublimiert ist, und danach das Magnesium, bis es hell aufleuchtet.
Beobachtung
Beim Erhitzen des Iods entsteht violettes Gas. Das Magnesium glüht nach einiger Zeit des Erhitzens auf. Es entsteht weißer Nebel, wobei die violette Färbung der Gasphase langsam zurückgeht.
Abbildungen
Deutung
Das Magnesium reagiert mit dem Iod unter Bildung von Magnesiumiodid. Es findet eine Redoxreaktion statt, wobei Magnesium als Reduktionsmittel oxidiert und Iod als Oxidationsmittel reduziert wird.
| Oxidation: | Mg → Mg2+ + 2 e- |
| Reduktion: | I2 + 2 e- → 2 I- |
| Redoxreaktion: | I2 + Mg → MgI2 |
Entsorgung
Überschüssiges Iod wird mit einer Natriumthiosulfat-Lösung aufgenommen und anschließend neutralisiert. Danach kann die Lösung in den Abfluss gegeben werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch bietet sich zur Einführung des erweiterten Redoxbegriffs an, da die SuS die Reaktion von Magnesium mit Sauerstoff kennen und dieser nun durch Iod ersetzt wird. Ergänzend kann man diesen Versuch zusätzlich mit Aluminium und Kupfer durchführen.
Literatur
Fabian, http://www.versuchschemie.de/ptopic,87794.html, 19.03.2006 (Zuletzt abgerufen am 30.07.2013 um 17:11 Uhr)