Alufolie im Bromfeuer
von Friederike Kellner
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt eine Redoxreaktion zwischen Brom und Aluminium.
Vorbemerkung
Die SuS sollten den Begriff der Redoxreaktion als Sauerstoffaufnahme bzw. –abgabe bereits kennen, um auf dieses Wissen aufbauen zu können. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass im Unterricht zuerst Reaktionen wie Korrosion behandelt werden können, die die SuS bereits aus ihrem Alltag kennen. Alternativ kann der erweiterte Redoxbegriff auch eingeführt werden, ohne vorher einen anderen Redoxbegriff behandelt zu haben. Hierbei wird die historische Entwicklung aber nicht berücksichtigt, was den SuS das Nachvollziehen von Entwicklungen in der Naturwissenschaft vorenthält.
Materialien
Reagenzglas, Stativmaterial
Chemikalien
Brom, Alufolie
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Brom | H330, H314, H400 | – |
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| Aluminium Band | H261, H250 | – |
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Durchführung
Einige wenige Tropfen Brom werden in das am Stativ befestigte Reagenzglas gegeben. Dann wird eine kleine Kugel Alufolie mit einem ungefähren Durchmesser von 4-5 mm in das Reagenzglas gegeben. Es kann solange Alufolie dazugegeben werden, bis keine Reaktion mehr stattfindet. Die Reaktion muss im Abzug durchgeführt werden!
Beobachtung
Das Aluminium „tanzt“ im Reagenzglas und verbrennt.
Abbildungen
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Abb. 1: Alufolie in flüssigem Brom
Deutung
In einer heftigen Reaktion entsteht Aluminiumbromid.
| Oxidation: | Al → Al3+ + 3 e- | · 2 |
| Reduktion: | Br2 + 2 e- → 2 Br- | · 3 |
| Redoxreaktion: | 2 Al + 3 Br2 → 2 AlBr3 |
Entsorgung
Bromreste werden mit Thiosulfat-Lösung neutralisiert und ins Abwasser gegeben. Feststoffreste werden im dafür vorgesehenen Behälter gesammelt.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Der Versuch kann auch mit anderen Metallen in Brom durchgeführt werden. Es muss unter dem Abzug gearbeitet werden.
Literatur
H. Keune, H. Boeck, Chemische Schulexperimente Band 1 Anorganische Chemie, Cornelsen, 2009, S. 258.