Elektrolyse einer Zinkiodidlösung
von Friederike Kellner
Ziel des Versuchs Dieser Versuch befasst sich mit der Elektrolyse einer Zinkiodidlösung.
Vorbemerkung
Dieser Versuch befasst sich mit der Elektrolyse einer Zinkiodidlösung. Den SuS sollte das Prinzip der Elektrolyse bekannt sein.
Materialien
U-Rohr, Glaswolle, 2 Kohleelektroden, Spannungsquelle, Kabelverbindungen, Stativ
Chemikalien
Zinkiodid, Stärke
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Zinkiodid-Stärke-Lösung | – | – | – |
Durchführung
Zunächst werden die beiden Schenkel des U-Rohrs getrennt, indem etwas Glaswolle in die Krümmung eingeschoben wird. Nun wird das U-Rohr senkrecht in das Stativ eingespannt und mit einer 0,1M Zinkiodidlösung befüllt. Außerdem wird etwas frisch hergestellte Stärkelösung dazugegeben. Dann wird in jeden Schenkel des U-Rohrs eine Kohleelektrode ein, sodass diese jeweils in die Lösung eintauchen. Als letztes wird eine Spannung von 10 V angelegt.
Beobachtung
An der Kathode bildet sich ein Feststoff und Gasentwicklung findet statt. An der Anode scheidet sich ein dunkler Niederschlag ab.
Abbildungen
-
Abb. 1: Abscheidung von Iod an der Anode
Deutung
An der Kathode bildet sich Zink, an der Anode scheidet sich Iod ab.
Oxidation: 2I- → I2 + 2e-
Reduktion: Zn2+ + 2e- → Zn
Redox: Zn2+ + 2I- → Zn + I2
Entsorgung
Halogenhaltige Abfälle mit Natriumthiosulfatlösung versetzen, mit Natriumhydrogencarbonat neutralisieren und über das Abwasser entsorgen.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
M. Northolz, R. Herbst-Irmer, Skript zum anorganisch-chemischen Grundpraktikum für Lehramtskandidaten, 2010, Universität Göttingen, S. 218f.