Verdampfen von Eis im Reagenzglas
von Stefan Krüger
Ziel des Versuchs Der Versuch zeigt die Ausdehnung eines Stoffes beim Erwärmen
Vorbemerkung
Dieser Versuch soll der Anschauung des Teilchenmodells dienen. Hierbei werden die SuS mit dem Problem konfrontiert, dass sich ein Stoff beim Erhitzen ausdehnt. Bekannt sein sollte dafür der Begriff eines abgeschlossenen Systems, zumindest das Verständnis dafür sollte vorhanden sein. Ausreichend ist auch, dass den SuS verdeutlicht wird, dass der Luftballon und das Reagenzglas das Eintreten von Stoffen aus der Umgebung verhindert.
Materialien
Bunsenbrenner, Reagenzglas (vorzugsweise Duranglas), Luftballon, Holzklemme
Chemikalien
Eis
Durchführung
In ein Reagenzglas wird eine kleine Menge Eis gegeben. Das Reagenzglas wird mit einem Luftballon (er sollte vorher ein paar Mal aufgepustet worden sein) verschlossen und über der Brennerflamme vorsichtig erhitzt.
Beobachtung
In dem Moment, in dem das Wasser zu sieden beginnt, beginnt sich der Luftballon aufzublähen.
Deutung
Das Wasser dehnt sich beim Verdampfen aus. Zwischen den Teilchen befindet sich luftleerer Raum.
Entsorgung
Wasser kann in den Ausguss gegeben werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch kann als Einführung in das Teilchenmodell genutzt werden. Allerdings sind verschiedene Aspekte zu beachten. Zum einen befindet sich in dem Reagenzglas neben dem Wasser auch noch Umgebungsluft. Einige SuS könnten fragen, welchen Einfluss diese Luft hat. Zum anderen kondensiert das Wasser im inneren des Ballons, was zu Fehlvorstellungen der SuS bezüglich der Reversibilität führen kann. Der Aufbau lässt auch einen Schülerversuch zu.
Literatur
http://www.chemiedidaktik.ipn.uni-kiel.de/1997_praktikum6/2000.htm zuletzt aufgerufen am 12.8.2014 um 15:07Uhr