Reduktion von Kaliumpermanganat
von Anonym_3
Ziel des Versuchs Bei diesem klassischen Versuch wird Kaliumpermanganat stufenweise reduziert, was verschiedene Farben erzeugt
Vorbemerkung
Bei diesem kurzen Versuch sollen die SuS erkennen, dass es für einen Stoff nicht unbedingt nur eine Farbe gibt. Einige, wie Mangan, können in Lösung verschiedene Farben haben, je nachdem, wie weit sie oxidiert sind. Dies wird hier gezeigt, indem Kaliumpermanganat langsam stufenweise zu Mangan(II) reduziert wird.
Materialien
2 Bechergläser (100 mL)
Chemikalien
Kaliumpermanganat, Essigsäure, Wasserstoffperoxid, Natronlauge (6 M)
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kaliumpermanganat | H272, H302, H410 | – |
|
| Natriumhydroxid | H314 | – |
|
| Essigsäure 1 M | H314 | P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 |
|
| Wasserstoffperoxid 30% | H302, H318 | P280, P305+P351+P338 |
|
| Mangandioxid | H332, H302 | – |
|
Durchführung
0,5 g Kaliumpermanganat werden in 10 mL Wasser gelöst. Nun wird die Lösung vorsichtig mit Wasserstoffperoxid (0,1 %) versetzt und Natronlauge (12 g auf 50 mL Wasser) bis zur Farbänderung hinzugegeben. Zu dieser Lösung kann nun langsam Essigsäure (ca. 30 %) bis zu einem erneuten Farbwechsel hinzugetropft werden. Die
Beobachtung
Die reine Kaliumpermanganat-Lösung ist dunkel-violett. Durch Zugabe von Natronlauge wird sie grünlich und durch Zugabe von Essigsäure orange-braun. Noch mehr Zugabe der Säure entfärbt die Lösung.
Abbildungen
-
Abb. 1: Stufenweise Reduktion von Kaliumpermanganat von Abb. 1 zu Abb. 3 -
Abb. 2: Stufenweise Reduktion von Kaliumpermanganat von Abb. 1 zu Abb. 3 -
Abb. 3: Stufenweise Reduktion von Kaliumpermanganat von Abb. 1 zu Abb. 3
Deutung
Durch Zugabe der Lauge bzw. Säure wird das Permanganat langsam schrittweise reduziert. Diese Reduktion führt zu einer Farbänderung. Die allgemeine Wortgleichung lautet
Permanganat-Ionen + Elektronen (+Wasserstoff-Ionen) Manganatx+ + Wasser Explizit entstehen MnO42- (grün), MnO2 (orange-braun) und Mn2+ (farblos) MnO4-(aq) + 5e- + 8H+(aq) → Mn2+(aq) + 4H2O(l)Entsorgung
Die Lösung wird über den Behälter für Schwermetalle entsorgt, Säure-/Laugenreste werden im Behälter für Säuren/Laugen entsorgt (oder stark verdünnt über den Abfluss).
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch eignet sich bei den Themen Mangan (bzw. Nebenmetalle), Farben und ist ein Standardversuch in der Redoxchemie. Es ist darauf zu achten, dass das Wasserstoffperoxid wirklich verdünnt genug ist, da es die Lösung ansonsten sofort entfärbt.
Literatur
H. W. Roesky, K. Mockel, Chemische Kabinettstücke: spektakuläre Experimente, und geistreiche Zitate, VCH VGmbH, Weinheim 1996