Eine spontan ablaufende endotherme Reaktion
von Nadja Felker
Ziel des Versuchs Der Versuch zeigt, dass ein Lösungsvorgang mit einem Energieumsatz verbunden ist.
Materialien
Waage, 2 Bechergläser (50 mL), Styroporkalorimeter, Glasstab, digitales Thermometer.
Chemikalien
Ammoniumthiocyanat, Bariumhydroxid-Octahydrat.
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Ammoniumthiocyanat | H332, H312, H302, H412, EUH032 | – |
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| Bariumhydroxid-8-H2O | H302+H332, H314 | P280, P301+P330+P331, P304+P340, P309+P310 |
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Durchführung
6 g Ammoniumthiocyanat und Bariumhydroxid werden in zwei Bechergläser abgewogen. Anschließend werden sie zusammengegeben, durch kurzes Umrühren mit einem Glasstab schnell vermischt und es wird die Temperatur der Mischung mit dem Thermometer gemessen.
Beobachtung
Die Temperatur sinkt in sehr kurzer Zeit von Raumtemperatur auf ca. −21 °C (siehe Abbildung 1)
Abbildungen
-
Die Temperatur der Mischung beträgt -21°C.
Deutung
Für das Freisetzen des Kristallwassers von Bariumhydroxid wird Energie benötigt. Daher sinkt die Temperatur beim Vermischen der beiden Edukte. Es handelt sich also um eine endotherme Reaktion.
Entsorgung
Säure-Base-Abfall.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
Northolz, M., & Herbst-Irmer, R., Praktikumsskript „Allgemeine und Anorganische Chemie“, WiSe 2009/2010, Göttingen: Universität Göttingen, S. 21.