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Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt, dass flüssiger Stickstoff sehr schnell die Stoffeigenschaften eines anderen Stoffes aufgrund der kälte verändern kann.

Vorbemerkung

Dieser Versuch ist als Lehrerversuch konzipiert.

Materialien

Dewargefäß, Banane, Nägel, Gurke, Rose, Gummischlauch, Hammer

Chemikalien

flüssiger Stickstoff

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Stickstoff Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen.

Durchführung

Gefahrenhinweis: Achtung! Beim Arbeiten mit Stickstoff auf gute Belüftung achten.

a) Zerspringende Gurke: Ein Gurke wird mit Hilfe einer Drahtschlinge in das Dewargefäß gehalten. Nach einiger Zeit im Stickstoffbad kann der tiefgekühlte Apfel leicht mit einem Hammer bearbeitet werden.

b) Bananenhammer: Eine Banane wird für einige Zeit in ein mit flüssigem Stickstoff gefülltes Dewargefäß gehalten. Anschließend können mit der gefrorenen Banane Nägel in eine Holzplatte geschlagen werden.

c) Gummischerben: Ein Gummischlauch wird in den Dewar mit flüssigem Stickstoff gehalten. Nach kurzer Verweildauer in dem Kältebad bearbeiten wir den Schlauch mit dem Hammer.

Alternativ: Gläserne Rose: Eine Rosenblüte kopfüber in flüssigen Stickstoff tauchen und anschließend mit einiger Wucht auf die Arbeitsfläche schlagen.

Beobachtung

Die Materialien werden hart und spröde. Mit der Banane lässt sich hämmern; Gurke, Rose und Gummischlauch zerfallen unter mechanischer Belastung in Bruchstücke.

Abbildungen

  • schematische Darstellung des Versuches

Deutung

Aufgrund der niedrigen Temperatur des flüssigen Stickstoffs (Sdp. -196 °C) gefriert das Wasser in den hineingehaltenen Früchten/Gemüse sehr rasch und gefriert das sonst weiche Fruchtfleisch in hartes Eis. Gummi wird bei niedrigen Temperaturen spröde und verliert die uns bekannte Elastizität.

Zusatz: Flüssiger Stickstoff wird häufig als Kühlmittel, z.B. zum Schnellgefrieren von Leb

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Literatur

H. W. Roesky, Chemische Kabinettstücke - Spektakuläre Experimente und geistreiche Zitate, Weinheim, 1994, S. 209-212.