Weinender Rettich
von Adrian Pflugmacher
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt die Osmose durch das Entziehen von Flüssigkeit aus einer Scheibe Rettich mittels Kochsalz.
Materialien
Stativmaterial, Basteldraht, Rettich, Messer
Chemikalien
Natriumchlorid (Tafelsalz)
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Natriumchlorid | – | – | – |
Durchführung
Aus dem Basteldraht werden zwei Haken gebogen und an einer Querstange am Stativ befestigt. Mit dem Messer werden zwei Scheiben (ca. 1 cm dick) vom Rettich abgeschnitten. Eine davon wird von beiden Seiten mit etwas Salz bestreut. Dann werden beide Scheiben an je einen der Haken gehängt.
Beobachtung
Nach kurzer Zeit bilden sich an der gesalzenen Rettichscheibe tropfen, die stetig zu Boden fallen. Die ungesalzene Scheibe hängt unverändert.
Abbildungen
-
Aufbau und Beobachtung des "weinenden Rettichs".
Deutung
Das Salz löst sich in der Feuchtigkeit der angeschnittenen Rettichscheibe. Es entsteht ein osmotischer Druck, aufgrund dessen Wasser aus den Zellen diffundiert und von der Scheibe tropft.
Entsorgung
Der Rettich kann über Kompostabfälle entsorgt werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
Schmidkunz, Heinz; Rentsch, Werner (2011): Chemische Freihandversuche. Kleine Versuche mit großer Wirkung. Köln: Aulis. S. 29