Die Synthese von Kupfersulfid
von Tabea Bönisch
Ziel des Versuchs Dieser Versuch beschreibt eine Synthese von Kupfersulfid, welches aus einem Kupferblech und Schwefelpulver unter starkem Erhitzen stattfindet.
Vorbemerkung
Dieser Versuch beschreibt eine Synthese von Kupfer(II)-sulfid, welche aus einem Kupferblech und Schwefelpulver unter starkem Erhitzen stattfindet. Es handelt sich hierbei um eine klassische und sehr einfach durchzuführende Synthese.
Materialien
Duranglas, Stativstange mit Stativklemme, Gasbrenner
Chemikalien
Schwefelpulver, Kupferblech
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Schwefel Blüte | H315 | – |
|
| Kupfer | – | – | – |
| Kupfer(II)-sulfid | – | – | – |
Durchführung
In ein Duranglas wird vorsichtig ca. 1 cm breit Schwefelpulver gefüllt. Dann wird das Glas waagerecht in eine Stativklemme eingehängt und mit einem Kupferblech befüllt. Schwefel und Kupfer werden daraufhin mit einem Gasbrenner erhitzt. Die leuchtende Flamme reicht hierfür bereits aus.
Beobachtung
- Das Kupferblech beginnt bei Erhitzen zu glühen.
- Das Kupferblech verfärbt sich schwarz.
- Es bleibt außerdem eine blutrote Flüssigkeit zurück.
Abbildungen
-
Abb. 1: Versuchsdurchführung der Synthese von Kupfer(II)-sulfid -
Abb. 2: Ergebnis der Reaktion
Deutung
Bei dieser Reaktion handelt es sich um eine Synthese nach dem Schema
A + B ⇌ AB
Schwefelpulver und Kupfer reagieren zu Kupfer(II)-sulfid (Beobachtung 2). Dieses besitzt neue Stoffeigenschaften. Nach dem Erhitzen bleibt flüssiger Schwefel als rote Flüssigkeit zurück (Beobachtung 3).
Reaktionsgleichung:
Cu(s) + S(s) → CuS(s)
Entsorgung
Die Entsorgung erfolgt über den Schwermetallbehälter.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Im Anschluss an dieses Experiment bietet sich die Durchführung weiterer Synthesen an. Ein Beispiel hierfür wäre die Synthese von Magnesiumiodid oder die Synthese von Kupferacetat mit Kupfer und Essigessenz. Diese Synthesen werden jeweils auf unterschiedliche Weise gestartet (z.B. durch Zugabe von Wasser). SuS lernen so, dass eine Synthese nicht nur durch eine Zugabe von Energie durch Wärme etc. ablaufen kann. Im Anschluss dessen bieten sich Analysen an, um den umgekehrten Prozess zu beschreiben. (Beispiel: Analyse von Kupferacetat im Anschluss an die Synthese)
Literatur
Hölzel Biologie und Chemie http://www.w-hoelzel.de/chemie/08-klasse/2-die-chemische-reaktion/03-weitere-metalle-schwefel (zuletzt aufgerufen am 26.07.16, 14:30uhr)