Darstellung von schefelsäure nach dem Kontaktverfahren (Modellversuch)
von Niklas Heier
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt im Modell, wie eine der wichtigsten Chemikalien der Industrie, die Schwefelsäure, dargestellt wird.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Mangandioxid | H332, H302 | – |
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| Schwefelsäure konz. | H314 | – |
|
| Bariumchlorid-2-H2O | H301, H332 | – |
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Durchführung
Der Versuchsaufbau wird nach Abb. 1 aufgebaut. In die rechte Waschflasche wird konzentrierte Schwefelsäure gegeben und in die linke (kaltes) Wasser, ggf. mit einem Eisbad versehen. In das Verbrennungsrohr gibt man links Pyrit und von der rechten Seite schiebt man Glaswolle nah an das Pyrit. Dann wird Mangan(IV)-oxid von der rechten Seite in das Rohr gefüllt. Das Mangan(IV)-oxid wird mit dem Bunsenbrenner erhitzt bis es glüht. Ebenso wird mit dem Pyrit verfahren. Die Wasserstrahlpumpe/das Vakuum wird ganz rechts an der Waschflasche angeschlossen und eingeschaltet, so dass das gasförmige Reaktionsprodukt von links nach rechts durch die Apparatur gesaugt wird. Der Versuch wird nach 3-5 Minuten beendet.
Aus der linken Waschflasche wird mit einer Pipette eine Probe genommen und in die Bariumchlorid-Lösung gegeben. Zusätzlich wird ein Streifen Indikatorpapier in die Lösung getaucht.
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Versuchsaufbau "Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure" -
Abb. 2: Indikatorpapier zeigt einen pH-Wert von 3
Deutung
Wird das Pyrit „geröstet“, entsteht Schwefeldioxid:
4 FeS2 (s) + 11 O2 (g) → 2 Fe2O3 (s) + 8 SO2 (g)
Das so entstandene Schwefeldioxid wird über das Mangan(IV)-oxid geleitet. Da es bei Raumtemperatur nicht mit Sauerstoff reagiert, muss MnO2 als Katalysator verwendet werden. Wird das Gas über das Mangan(IV)-oxid geleitet, reagiert es mit Sauerstoff aus der Luft zu Schwefeltrioxid:
SO2 (g) + O2 (g) → 2 SO2 (g) ΔHR = -197 kJ/Reaktionsumsatz
Wenn dieses Gas durch Wasser geleitet wird, löst sich nur wenig davon:
SO3 (g) + 3 H2O(l) → 2 H3O+(aq) + SO42-(aq)
Deshalb wird es durch konzentrierte Schwefelsäure geleitet, da es so zu Dischwefelsäure reagiert:
SO3 (g) + H2SO4 (aq) → H2S2O7 (aq)
Der Nachweis mit der Bariumchlorid-Lösung zeigt, dass in der Lösung in der Waschflasche Sulfat-Ionen vorhanden sind:
Ba2+(aq) + SO42-(aq) → BaSO4 (s) ↓
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
http://www.seilnacht.com/Lexikon/Doppelko.htm, 5.08.2013, 19:47 Uhr.
W. Glöckner et al., Handbuch der experimentellen Chemie Sekundarbereich II – Band 1: Wasserstoff, Stickstoff- und Sauerstoffgruppe, Aulis, 2002, 289-291.