Reaktion von Schwefelsäure mit Salzen leichter flüchtiger Säuren
von Niklas Heier
Ziel des Versuchs Bei dem Versuch wird gezeigt, wie durch die Zugabe von Natriumchlorid zu konzentrierter Schwefelsäure Chlorwasserstoff entsteht. Da Schwefelsäure eine stärkere Säure ist als Salzsäure, gibt es ein Proton ab und es entsteht das Chlorwasserstoff-Gas.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Schwefelsäure konz. | H314 | – |
|
| Natriumchlorid | – | – | – |
| Silbernitratlösung 0,1 M | H315, H319, H410 | P273, P305+P351+P338, P501 |
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| Chlorwasserstoff | H331, H314 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: oben: roter Indikatorstreifen unten: Farbloser Niederschlag in der Silbernitrat-Lösung
Deutung
Schwefelsäure ist eine starke Säure. Sie gibt freiwillig ihre Protonen ab, wodurch bei der Zugabe von Natriumchlorid Chlorwasserstoff entsteht:
H2SO4(aq) + 2Cl-(aq) → HCl(g) ↑ + SO42-(aq)
Wäre Salzsäure die stärkere Säure, würde die Reaktion genau umgekehrt ablaufen. Das entstandene Chlorwasserstoff-Gas löst sich im Wasser des Indikatorpapiers und es entsteht Salzsäure, die H3O+-Ionen-Konzentration steigt. Deshalb färbt sich der Indikatorstreifen rot, der pH-Wert sinkt:
HCl(g) + H2O(l)→ H3O+(aq) + Cl-(aq)
Mit der Silbernitratlösung können die Chlorid-Ionen nachgewiesen werden:
Cl-(aq) + Ag+(aq) → AgCl(s)↓