Chloridbestimmung aus Meerwasser
von Rainer Mucha
Ziel des Versuchs Dass Meerwasser salzig ist, wissen SuS bereits. Doch mit dieser Fällungstitration soll möglichst der exakte Wert bestimmt werden.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Natriumchlorid | – | – | – |
| Magnesiumsulfat-7-H2O | – | – | – |
| Magnesiumchlorid-6-H2O | – | – | – |
| Calciumchlorid-2-H2O | H319 | – |
|
| Natriumhydrogencarbonat | – | – | – |
| Silbernitrat | H272, H314, H410 | – |
|
Durchführung
Meerwasser herstellen: 7g Natriumchlorid, 1,75 g Magnesiumsulfat, 1,25 g Magnesiumchlorid, 0,6 g Calciumchlorid, 50 mg Natriumhydrogencarbonat werden in 100 mL Wasser gelöst und auf 250 mL gebracht.
Titration: 25 mL der Stammlösung werden entnommen, in einen 250 mL Messkolben überführt und bis zur Eichmarke aufgefüllt. Davon werden wieder 25 mL abgenommen und in einen 300 mL Messkolben überführt. Dieser wird nun auf 100 mL aufgefüllt und mit 5 mL Dextrin Lösung versetzt. Schließlich werden 5 Tropfen des Fluorescein-Natrium-Indikators dazugegeben und mit AgNO3 Lösung titriert.
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: milchig-rosa Färbung nach der Titration
Deutung
Durch Zugabe des Silbernitrats wird Silberchlorid gefällt, bis keine Chlorid-Ionen mehr vorliegen. An diesem Punkt lässt sich über den Verbrauch die Konzentration der Chlorid-Ionen berechnen:
| c(Meerwasser) = |
|
= |
|
= | 0,06 mol/L |
m(Cl-) = c(Meerwasser) · V(Grundlösung) · M(Cl-) = 0,06 mol/L ⋅ 0,25 L ⋅ 35 g/mol = 0,5 g
Der Literaturwert der Masse von Chlorid-Ionen liegt bei 3,9 g. Somit ergeben sich folgende Fehler:
absoluter Fehler
Δmabs(Cl-) = ∣ m(Cl- ) − Literaturwert ∣ = ∣ 0,5 g − 3,9 g ∣ = 3,4 g
relativer Fehler
| Δmrel(Cl-) = |
| · 100 % | = |
| · 100 % | = | 87 % |
Hier zeigt sich eine große Abweichung vom theoretischen Wert. Eine Möglichkeit dafür ist, dass die Einwaage der Meerwasserlösung nicht genau war bzw. ein Fehler bei der Präparation aufgetreten ist. Die Titration soll an dieser Stelle ausgeschlossen werden, da der Messwert mehrmals reproduziert wurde.