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Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird Ammoniak aus einem Ammoniumsalz gewonnen.

Vorbemerkung

In diesem Versuch wird Ammoniak aus einem Ammoniumsalz gewonnen. Ionische Bindungen und Elektronenpaar-Bindungen sind notwendiges Vorwissen für die Deutung dieses Versuchs.

Materialien

Reagenzglas, Spatel, Pipette, Pinzette, Indikatorpapier

Chemikalien

Natronlauge (10%), Ammoniumchlorid

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Natronlauge 1 M H314 P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05
Ammoniumchlorid H302, H319 GHS07

Durchführung

In das Reagenzglas wird eine Spatelspitze festes Ammoniumchlorid gegeben. Mit einer Pipette wird nun Natronlauge zu dem Ammoniumsalz getropft. Mit einer Pinzette wird ein Streifen feuchtes Indikatorpapier über die Öffnung des Reagenzglases gehalten. Durch Fächeln mit der Hand kann vorsichtig eine Geruchsprobe durchgeführt werden.

Beobachtung

Ein Gas entsteht, das Indikatorpapier wird blau und ein stechender Geruch ist wahrzunehmen.

Deutung

Die Hydroxid-Ionen der Natronlauge reagieren mit dem Ammoniumchlorid und es entsteht gasförmiger Ammoniak. Dieser färbt das pH-Papier blau.

Wortgleichung:   Ammoniumchlorid + Hydroxid-ionen → Ammoniak + Chlorid-Ionen + Wasser

Reaktionsgleichung:   NH4Cl(s) + OH-(aq) → NH3 (g) + Cl-(aq) + H2O(l)

Entsorgung

Das Produkt wird im Säure-Base-Behälter entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

In der 9. und 10. Klasse lernen die SuS Ammoniak im Rahmen verschiedener Experimente kennen. Verschiedene chemische Bindungsarten können bei der Deutung dieses Versuchs wiederholt werden.

Literatur

H. Schmidkunz, W. Rentzsch, Chemische Freihandversuche Band 1, Aulis Verlag, 2011, S. 161.