Das Lösen von Aluminiumtrichlorid in Wasser
von Annika Münch
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt, dass auch das Brönsted-Konzept für Säuren und Base nicht ausreichend ist. Dieser Versuch leitet das neue Konzept von Lewis ein.
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Aluminiumchlorid wasserfrei | H314 | – |
|
| Universalindikator 0-14 | – | – | – |
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
rechts: dest. Wasser mit Universalindikator (Rückstellprobe); links: dest. Wasser mit Aluminiumchlorid.
Deutung
Diese Beobachtungen lassen sich nicht mithilfe des Säure-Base-Konzept nach Brönsted erklären, weshalb dieses erweitert werden muss.
Mittels des Säure-Base-Konzepts nach Lewis kann erklärt werden, weshalb Aluminiumchlorid in wässriger Lösung eine saure Lösung bildet. Eine Lewis-Säure ist ein Elektronenpaarakzeptor und eine Lewis-Base ein Elektronenpaardonator.
AlCl3 (s) → Al3+ (aq) + Cl- (aq)
Aluminiumchlorid dissoziiert in Wasser zu Aluminium(III)-Ionen und Chlorid-Ionen. Dabei stellen die Aluminium(III)-Ionen eine Lewis-Säure dar, weil sie ein Elektronenpaar akzeptieren können, wohingegen die Chlorid-Ionen aufgrund der freien Elektronenpaare eine Lewis-Base darstellen. Somit kann nun erklärt werden, weshalb Aluminiumchlorid in Wasser eine saure Lösung bildet.
(An dieser Stelle wird auf die Komplexschreibweise verzichtet, weil dies für SuS zu Komplex ist und für die Verständlichkeit zum Säure-Base-Konzept nach Lewis nicht beiträgt.)