Herstellung von Schwefelsäure über das Kontaktverfahren
von Marc Ehlers
Ziel des Versuchs In diesem Verusch lernen die SuS ein industrielles Verfahren zur Schwefelsäureherstellung und beziehen dieses auf das Säure-Base-Konzept von Lavoisier.
Vorbemerkung
In diesem Versuch wird Schwefelsäure nach dem Kontaktverfahren aus Pyrit hergestellt. Dabei soll das Säure-Base-Konzept von Lavoisier verdeutlicht werden, um einen Ausgangspunkt auf der Stoffebene zu schaffen, von dem aus die Konzepte von Arrhenius und Brönsted auf Teilchenebene eingeführt werden können.
Die SuS müssen für diesen Versuch wissen, dass es sich bei Schwefel um ein Nichtmetall handelt und das Prinzip eines Katalysators kennen.
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Eisen(II)-sulfid | – | – | – |
| Schwefelsäure konz. | H314 | – |
|
| Mangandioxid | H332, H302 | – |
|
| Universalindikator 0-14 | – | – | – |
| Schwefeldioxid | H331, H314 | – |
|
| Salzsäure 0,1 M | H290 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: Versuchsaufbau für die Herstellung von Schwefelsäure über das Kontaktverfahren
Deutung
Der Pyrit wird durch das Erhitzen oxidiert:
4 FeS2 (s) + 11 O2 (g) → 8 SO2 (g) + 2 Fe2O3 (s)
Durch das angeschlossene Vakuum wird das entstehende Schwefeldioxid durch die Versuchsapparatur gesogen. Das glühende Mangan(IV)-oxid dient als Katalysator für eine Oxidation des Schwefeldioxids zu Schwefeltrioxid:
2 SO2 (g) + O2 (g) → 2 SO3 (g)
Das Schwefeltrioxid löst sich in dem destillierten Wasser, bei dieser Reaktion entsteht Schwefelsäure:
SO3 (g) + H2O(l) → H2SO4 (aq)
Durch die Entstehung der Schwefelsäure und ihre Dissoziation werden H+-Ionen frei. Diese reagieren mit dem Indikator:
H+(aq) + Ind-(aq) (gelb) → HInd(aq) (rot)