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Ziel des Versuchs Der folgende Versuch beschreibt die Reaktion von Aluminium und Brom zu Aluminiumbromid, welche unbedingt unter dem Abzug durchzuführen ist, da es dabei zu einem Bromfeuer kommt.

Vorbemerkung

Bromide finden sich nur selten in unserem Alltag. Der folgende Versuch beschreibt die Reaktion von Aluminium und Brom zu Aluminiumbromid, welche unbedingt unter dem Abzug durchzuführen ist. Die SuS benötigen an Vorwissen, dass Metalle und Halogene zu Metallhalogeniden reagieren sowie den erweiterten Redoxbegriff.

Materialien

Duranglas, Pipette

Chemikalien

Brom, Aluminiumfolie, Natriumthiosulfat-Lösung

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Brom H330, H314, H400 GHS06 GHS05 GHS09
Natriumthiosulfat-5-H2O
Aluminium Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen.
Aluminiumbromid wasserfrei H302, H314 P280, P305+P351+P338, P310 GHS05 GHS07

Durchführung

Hinweis: Die Durchführung muss unbedingt unter dem Abzug erfolgen!

In ein im Stativ eingespanntes Duranglas wird ca. 1 mL Brom gefüllt und zwei erbsengroße Kugeln Aluminium darin fallen gelassen. Der Versuch kann solange mit neuem Aluminium wiederholt werden, bis das gesamte Brom verbraucht ist.

Beobachtung

Nach kurzer Zeit entsteht roter Dampf und man beobachtet rote Funken.

Abbildungen

  • „Bromfeuer“ mit Aluminium.

Deutung

Das Aluminium reagiert stark exotherm mit dem Brom.

2 Al (s) + 3 Br2 (l) → 2 AlBr3 (g)

Entsorgung

Sämtliche Bromreste sind mit Natriumthiosulfat-Lösung zu neutralisieren und anschließend im Abguss zu entsorgen. Das entstandene Aluminiumbromid wird im Säure-Base-Kanister entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

An diesen Versuch anschließend lässt sich die Reaktivität von Halogenen genauer thematisieren. Chlor ist beispielsweise reaktiver als Brom aufgrund des höheren Elektronegativitätswertes. Versuche mit Chlorgas sind in der Schule aufgrund des hohen Gefährdungspotentials nach Möglichkeit zu unterlassen, aber anhand von Videos kann der Sachverhalt sehr deutlich dargestellt werden. Tipp: Sofern die Reaktion nicht selbstständig startet, wird ein Tropfen Wasser hinzugegeben.

Literatur

[3] Uni Göttingen, Praktikumsskript zum Anorganisch-Chemischen Praktikum für Lehramtskandidaten, 2013, S. 178.