Brennbarkeit von Alkanen
von Hendrik Schöneich
Ziel des Versuchs In diesem Versuch werden Heptan, Paraffinöl und Petroleumbenzin auf ihre Brennbarkeit untersucht. Dass Paraffinöl und Petroleumbenzin Gemische aus unterschiedlich langen Alkanen sind, müssen die SuS als Vorwissen besitzen.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| n-Heptan | H225, H304, H315, H336, H410 | – |
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| Paraffin, dickflüssig | H319 | P305+P351+P338 |
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| Petroleumbenzin 70-90°C | H350, H340, H304 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Brand von Heptan (links) und Petroleumbenzin (rechts) -
Abb. 2: Brand von Paraffinöl
Deutung
Es lässt sich eine Abhängigkeit der Brennbarkeit von der Kettenlänge feststellen. Heptan besitzt mit sieben Kohlenstoffatomen Moleküle der kürzeste Kette, Petroleumbenzin besteht aus einem Gemisch von Alkanen mit einer Kettenlänge von 8-12 Kohlenstoffatomen und Paraffinöl aus Alkanen mit einer Kettelänge von 14-30 Kohlenstoffatomen. Mit steigender Kettenlänge bilden sich stärkere van-der-Waals-Kräfte aus, da eine längere Kette eine höhere Kontaktfläche als eine kleine Kette hat.
Aus diesem Grund haben Alkane mit einer längeren Kettenlänge eine höhere Siedetemperatur (Heptan 98 °C, Petroleumbenzin 140-180 °C, Paraffinöl ca. 250 °C), sie sind also schwerer in die Gasphase zu überführen, weshalb sie schwerer entzündlich sind. Darum muss das Paraffin mit dem Gasbrenner erhitzt werden, bis es gasförmig und damit brennbar wird. Je länger also die Kohlenstoffkette ist, desto höher ist die Siedetemperatur.
Außerdem verbrennen Alkane mit längeren Ketten unvollständiger, sodass Ruß zurückbleibt, weil der Massenanteil von Kohlenstoff gegenüber dem von Wasserstoff steigt und mehr Sauerstoff benötigt würde, um alle Kohlenstoffatome zu oxidieren. Folgende Reaktionsgleichung ist für die Verbrennung von Heptan beispielhaft gegeben:
2 C7H16 (l) + 22 O2 (g) → 14 CO2 (g) + 16 H2O(g)
Die van-der-Waals-Kräfte, die erst in der Oberstufe thematisiert werden, können didaktisch reduziert werden, indem sie als temporäre Ladung, die infolge von Zusammenstößen entsteht, erklärt werden.