Nachweis von Doppelbindungen mittels Baeyer-Reagenz
von Hendrik Schöneich
Ziel des Versuchs In diesem Versuch werden Doppelbindungen mithilfe des Baeyer-Reagenzes nachgewiesen.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Cyclohexan | H225, H304, H315, H336, H410 | – |
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| Cyclohexen | H225, H302, H304, H411 | P210, P243, P280, P273, P301+P330+P331, P309+P310 |
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| Kaliumpermanganat | H272, H302, H410 | – |
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| Natriumcarbonat-10-H2O | H319 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
ABb. 1: Ergebnis des Versuchs links mit Cyclohexan, rechts mit Cyclohexen
Deutung
Bei der Reaktion wird Cyclohexen durch Kaliumpermanganat zu Cyclohexan-1,2-diol oxidiert. Das Kaliumpermanganat wird zu Braunstein und zu Manganat(VI) (MnO42-) reduziert. Für SuS der 9./10. Klasse ist es ausreichend, die Oxidation des Cyclohexans zu beschreiben, wobei die Oxidationszahlen, die erst in der Oberstufe thematisiert werden, angegeben werden könnten. Der Mechanismus der Reaktion (syn-Addition) kann möglicherweise thematisiert werden, wenn Reaktionsmechanismen in der Oberstufe behandelt werden. Auch darauf, dass bei der Reaktion zunächst Ionen mit Mangan in Oxidationsstufe +V entstehen (MnO3-), welche zu Mangan(IV)-oxid (Braunstein) und Manganat(VI) (MnO42-) disproportionieren, kann verzichtet werden, weil Disproportionierungen nicht standardmäßig im Unterricht behandelt werden.
Aufgrund des entstehenden Braunsteins färbt sich die Lösung braun. Die Lösung mit Cyclohexan bleibt dagegen violett und dient als Blindprobe. Die Redoxgleichung für diese Reaktion lautet:
| Reduktion: | H2O(l) + MnO4-(aq) + 2 e- → MnO3-(s) + 2 OH-(aq) |
| Disproportionierung: | 2 MnO3−(aq) → MnO2 (s) + MnO42−(aq) |
| Oxidation: | 2 OH-(aq) + C6H10 (l) → C6H12O2 (l) + 2 e- |
| Gesamtgleichung: | 2 C6H10 (l) + 2 MnO4-(aq) + 2 H2O → 2 C6H12O2 (l) + MnO2 (s) + MnO42-(aq) |