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Ziel des Versuchs Dieser Versuch soll die Kohlenstoffdioxidfreisetzung bei der Reaktion einer Carbonsäure mit Backpulver belegen.

Vorbemerkung

Dieser Versuch soll die Kohlenstoffdioxidfreisetzung bei der Reaktion einer Carbonsäure mit Backpulver belegen. Er ist eher als Showversuch und Motivation für die SuS gedacht und deshalb in den „Ameisenmythos“ verpackt.

Die SuS sollten die Säure-Base-Theorie nach Brönsted bekannt sein. Die Erarbeitung der Deutung wird außerdem vereinfacht, wenn die SuS die Summenformeln von Ameisensäure und Natriumhydrogencarbonat kennen.

Materialien

ein kleiner Behälter (Kaugummidose)

Chemikalien

Ameisensäure, Backpulver

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Ameisensäure konz. H314 GHS05
Natriumhydrogencarbonat

Durchführung

In dem kleinen Behälter wird Backpulver auf die verdünnte Ameisensäure gegeben. Der Behälter wird schnell verschlossen und auf den Kopf gedreht.

Beobachtung

Nach wenigen Sekunden platzt der Behälter auf und fliegt in die Höhe. Auf der Tischfläche ist das schäumende Backpulver zu erkennen.

Abbildungen

  • Abb. 1: Die Ameisenbombe vor der Reaktion.

Deutung

Backpulver reagiert aufgrund des Natriumhydrogencarbonats mit der Ameisensäure unter Kohlenstoffdioxid-Entwicklung.

HCOO-(aq) + Na+(aq) + HCO3-(aq) + H3O+(aq) → 2H2O(l) + HCOO-(aq) + Na+(aq) + CO2(g)

Entsorgung

Das schäumende Backpulver wird mit Tüchern aufgewischt und im Feststoffabfall entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch zeigt sehr anschaulich wie Natriumhydrogencarbonat mit organischen Säuren reagiert.

Viele SuS haben schon einmal von dem Mythos gehört, dass Ameisen explodieren, wenn sie Backpulver fressen und man sie so verscheuchen könne. Durch diesen Versuch kann man herausfinden, ob Ameisensäure tatsächlich mit Backpulver reagiert. Ob die Tiere das Backpulver tatsächlich fressen, kann nicht belegt werden.