Das spiegelnde Ei
von Rainer Mucha
Ziel des Versuchs Dieser Versuch soll das Phänomen der Totalreflexion einführend beschreiben mit Hilfe eines Eis, einer Kerze und einem Glas Wasser.
Vorbemerkung
Totalreflexion kommt in Glasfaserkabeln vor, wird für Datenübertragung genutzt und zeigt somit einen recht guten Alltagsbezug. Hier werden die Eigenschaften von Wasser ausgenutzt, um Totalreflexion eindrucksvoll darzustellen.
Materialien
Becherglas (250 mL), Kerze
Chemikalien
Wasser, 1 rohes Ei
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
Durchführung
Das Ei wird in die Kerze gehalten und leicht angekohlt. Es soll darauf geachtet werden, dass das Ei nicht all zu lange in der Flamme gelassen wird, da es sonst platzen kann. Die mit Ruß bedeckte Seite wird in ein Glas Wasser gehalten und dabei gedreht, um den Effekt deutlicher zu machen.
Beobachtung
Die Eierschale wird in der Flamme schwarz. Sobald das Ei im Wasser ist, glänzt die schwarze Seite silbern.
Abbildungen
-
Abb. 1: Silberglanz durch Totalreflexion
Deutung
An der Eierschale hat sich eine Kohlenstoffschicht gebildet. Diese ist wasserunlöslich und besitzt einen anderen Brechungsindex als Wasser. Dadurch werden die auftreffenden Lichtstrahlen total reflektiert, sodass ein silberner Glanz entsteht.
Entsorgung
Lösung: Abfluss, Ei: Biomüll/Restmüll
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
Hecker, J. (2010), Experimente – Den Naturwissenschaften auf der Spur, F.A.Brockhaus, S. 138 f.