Schiffs-Reagenz
von Dennis Roggenkämper
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt, dass offenkettige Aldehyde mit der Schiff"schen Probe nachgewiesen werden können
Materialien
2 Reagenzgläser
Chemikalien
Schiff‘s Reagenz, Formaldehydlösung (w = 1 %), Glucose, destilliertes Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Schiffs-Reagenz | H290, H314, H350 | P201, P280, P305+P351+P338, P310 |
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| Formaldehydlösung stabilis. mit ca. 10% Methanol | H350, H341, H301, H311, H331, H314, H317 | P260, P280, P301+P310, P305+P351+P338, P310 |
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| Zucker | – | – | – |
| Acetaldehyd | H224, H351, H319, H335 | – |
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Durchführung
Achtung: Formaldehyd (Methanal) ist in der Schule verboten! Als Ersatzstoff ist Acetaldehyd (Ethanal) geeignet. Hierbei ist allerdings ebenfalls Vorsicht geboten!
Zu 2 mL Glucoselösung und 2 mL Formaldehydlösung werden 3 mL Schiff‘s Reagenz gegeben.
Beobachtung
Die Formaldehydlösung färbt sich violett. Die Glucoselösung bleibt farblos, nach längerer Zeit ist eine sehr schwache violett-Färbung zu beobachten.
Abbildungen
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Abb. 1: Formaldehyd färbt sich violett mit Schiff‘s Reagenz.
Deutung
Glucosemoleküle liegen im chemischen Gleichgewicht in der thermodynamisch günstigen Ringform vor. Die Kettenform, in der Aldehydgruppe frei vorliegt, liegt in wässriger Lösung kaum vor, sodass die Schiff’sche Probe mit Glucose negativ ist bzw. nur sehr langsam anschlägt.
Entsorgung
Die Lösungen werden in den Sammelbehälter für organische Abfälle gegeben.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
M. Just, E. Just, O. Kownatzki, H. Keune, Eds., Organische Chemie, Volk Und Wissen, Berlin, 2009. S. 208