Der Frostaufbruch
von Isabel Großhennig
Ziel des Versuchs Bei diesem Versuch wird die Volumenausdehnung beim Erstarren des Wassers verdeutlicht.
Vorbemerkung
Bei diesem Versuch wird die Volumenausdehnung beim Erstarren des Wassers verdeutlicht. Es wird vorausgesetzt, dass die SuS die Aggregatzustände und den Gefrierpunkt von Wasser kennen. Dieser Versuch kann auch als Schülerversuch durchgeführt werden.
Materialien
Becherglas 250 mL, 2 Reagenzgläser, Reagenzglasständer, Spritzflasche, Thermometer, Löffel, Permanentschreiber, Lineal
Chemikalien
Wasser, Eis, Natriumchlorid
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
| Natriumchlorid | – | – | – |
Durchführung
In dem Becherglas wird eine Kältemischung hergestellt. Dafür werden drei Teile zerstoßenes Eis und ein Teil Natriumchlorid locker vermengt und anschließend die Temperatur der Mischung bestimmt. In zwei Reagenzgläser wird Wasser gegeben, die Füllhöhe sollte in beiden Reagenzgläsern 5 cm betragen. Die Füllhöhe wird mit einem Permanentmarker markiert. Ein Reagenzglas wird in die Kältemischung gestellt, bis das Wasser in dem Reagenzglas vollständig erstarrt ist. Das andere Reagenzglas wird bei Zimmertemperatur aufbewahrt. Zum Schluss wird die Füllhöhe des Reagenzglases aus der Kältemischung gemessen und notiert.
Beobachtung
Die Füllhöhe in dem Reagenzglas mit dem Eis ist und ca. 0,5 cm gestiegen.
Abbildungen
-
Versuchsaufbau V1 – Der Frostaufbruch. -
Deutung
Beim Erstarren des Wassers bilden sich Kristalle, welche Hohlräume aufweisen. Die Volumenzunahme von ca. 0,5 cm ist auf die Hohlräume zurückzuführen und entspricht einer Zunahme von ca. 10 %.
Entsorgung
Die Entsorgung erfolgt mit dem Abwasser.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
H. Schmidkunz, Chemische Freihandversuche – Band 1, Aulis, 2011, S. 182.