Der wandernde Eiswürfel
von Bastian Engelke
Ziel des Versuchs Das Experiment demonstriert wie ein fester Eiswürfel zuerst schmilzt, das entstehende Wasser verdampft und dieser Wasserdampf durch Umkehr der Aggregatszustandsänderungen in einem anderen Gefäß wieder zu einem festen Eiswürfel wird. Dabei werden Schmelz- und Siedetemperatur bestimmt und durch anlegen eines Vakuum die Druckabhängigkeit verdeutlicht. Die SuS sollten zuvor mit den Messverfahren und der Apparatur vertraut gemacht werden. Alltagswissen über Wasser ist ausreichend.
Vorbemerkung
Das Experiment demonstriert wie ein fester Eiswürfel zuerst schmilzt, das entstehende Wasser verdampft und dieser Wasserdampf durch Umkehr der Aggregatszustandsänderungen in einem anderen Gefäß wieder zu einem festen Eiswürfel wird. Dabei werden Schmelz- und Siedetemperatur bestimmt und durch anlegen eines Vakuum die Druckabhängigkeit verdeutlicht. Die SuS sollten zuvor mit den Messverfahren und der Apparatur vertraut gemacht werden. Alltagswissen über Wasser ist ausreichend.
Materialien
Destillierbrücke, 2x Kolben (ca. 100 ml), Thermometer mit Schliff, Thermometer, 2x Kühlwasserschläuche, Vakuumschlauch, Siedesteinchen, Bunsenbrenner, Becherglas (1000 ml), diverse Klemmen und Schlauchschellen.
Chemikalien
Wasser, Kochsalz
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Natriumchlorid | – | – | – |
Durchführung
Es wird wie in der Abbildung zu sehen eine Destillationsapparatur aufgebaut. In diese wird ein Eiswürfel gegeben und anschließend kräftigt erhitzt, bis ein großer Teil verdampft ist und am anderen Ende der Apparatur kondensieren kann. Gleichzeitig mit dem Sieden und Gefrieren des Wassers werden Siede- sowie Schmelztemperatur gemessen. Eine Mischung aus Eis und Kältesalz bewirkt ein schnelles Abkühlen des kondensierten Wassers unter den Gefrierpunkt.
In einem zweiten Versuchsdurchlauf wird die Apparatur luftdicht verschlossen und Vakuum angelegt.
In einem zweiten Versuchsdurchlauf wird die Apparatur luftdicht verschlossen und Vakuum angelegt.
Beobachtung
Während des Versuchsablaufs schmilzt im linken Teil der Eiswürfel durch die Wärme des Brenners. Sobald das entstandene Wasser bei 100 °C siedet, kann man den Wasserdampf am Ende der Destillierbrücke zunächst zu Wasser kondensieren sehen. Etwa 5 min danach beobachtet man wie dieses Wasser wieder bei 0 °C gefriert.
Abbildungen
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Versuchsaufbau: Der wandernde Eiswürfel
Deutung
Es finden je nach Druck die entsprechenden Aggregatszustandsänderungen beim Wasser statt. Durch Wasserkühlung kondensiert der Wasserdampf an der Destillierbrücke und tropft in den Auffangkolben. Das mit Kältesalz angereicherte Eis um diesen hat eine Temperatur von ca. -20 °C, wodurch eine schnelle Abkühlung unter den Gefrierpunkt stattfindet.
Liegt annähernd ein Vakuum an, so verringert sich die Siedetemperatur von 100 °C auf ca. 40 °C. Für den Schmelzpunkt ist nur eine kaum messbare Verringerung zu verzeichnen.
Liegt annähernd ein Vakuum an, so verringert sich die Siedetemperatur von 100 °C auf ca. 40 °C. Für den Schmelzpunkt ist nur eine kaum messbare Verringerung zu verzeichnen.
Entsorgung
Die Lösungen können über den Abfluss entsorgt werden.