Eisen(III)chlorid als Flockungsmittel zur Wasserreinigung
von Philie Kiecksee
Ziel des Versuchs Eisen(III)-chlorid wird als Flockungsmittel in der chemischen Reinigung vieler Kläranlagen eingesetzt. Der Versuch eignet sich, um das Phänomen der Adsorption zu veranschaulichen.
Vorbemerkung
Eisen(III)-chlorid wird als Flockungsmittel in der chemischen Reinigung vieler Kläranlagen eingesetzt. Der Versuch eignet sich, um das Phänomen der Adsorption zu veranschaulichen. Voraussetzungen: An dieser Stelle sollten die SuS bereits festgestellt haben, dass allein die mechanische und biologische Reinigung das Abwasser nicht von allen Verunreinigungen befreien kann.
Materialien
2 Bechergläser (100 mL), Bercherglas (250 mL), Spatel, Rührstab.
Chemikalien
Natriumcarbonat, Eisen(III)chlorid-Hexahydrat
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Eisen(III)-chlorid-6-H2O | H290, H302, H315, H318 | P280, P305+P351+P338 |
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| Natriumcarbonat wasserfrei | H319 | – |
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Durchführung
Ein Becherglas (250 mL) wird zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Zu diesem wird ein Spatel Stärke gegeben. Danach wird ein Spatel Natriumcarbonat hinzugegeben. Ein wenig der Lösung wird als Vergleichsprobe abgetrennt. Anschließend werden 500 mg Eisen(III)chlorid∙hexahydrat in 100 mL dem. Wasser gelöst. Zu der alkalischen Stärkelösung werden unter Rühren langsam 50 mL der gerade hergestellten Eisen(III)lösung gegeben. Die Lösung wird wenige Minuten unter Beobachtung stehen gelassen.
Beobachtung
Schnell bilden sich orange-braune Flocken, die sich nach einiger Zeit zum Reagenzglasboden absenken. Die Trübung der Stärkelösung nimmt ab.
Abbildungen
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Flockenbildung und Klärung der Lösung nach Zugabe der Eisen(III)chlord-Lösung.
Deutung
Eisen(III)-Salze bilden mit Wasser unlösliche voluminöse Flocken. Die große Oberfläche und die kristalline Struktur verleihen den Flocken ein großes Adsorptionsvermögen. Beim Herabsinken der Flocken wird die Lösung von der Stärke geklärt.
Entsorgung
Die Flocken sollten abfiltriert und in den Feststoffbehälter gegeben werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
[1] Schmidkunz, H. (2011). Chemische Freihandversuche. Hallbergmoos: Aulis-Verlag BASF (2010)http://www.basf.com/group/corporate/site-ludwigshafen/de/function/conversions:/ publish/content/about-basf/worldwide/europe/Ludwigshafen/Education/Lernen_mit_der_BASF/images/Experimente_Wasser_2012.pdf
[2] Keune H., Böhlhand H. (2002). Chemische Schulexperimente. 3. Allgemeine, physikalische und analytische Chemie - Chemie und Umwelt. Cornelsen: Volks und Wissen Verlag.
[2] Keune H., Böhlhand H. (2002). Chemische Schulexperimente. 3. Allgemeine, physikalische und analytische Chemie - Chemie und Umwelt. Cornelsen: Volks und Wissen Verlag.