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Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt eine Farbreaktion mit Weinsäure. Diese wird durch Wasserstoffperoxid zu einer Endiol-Verbindung oxidiert. Zusammen mit der Eisen(III)-chloridlösung ergibt sich eine violette Färbung.

Vorbemerkung

Dieser Versuch zeigt eine Farbreaktion mit Weinsäure. Diese wird durch Wasserstoffperoxid zu einer Endiol-Verbindung oxidiert. Zusammen mit der Eisen(III)-chloridlösung ergibt sich eine violette Färbung. Die SuS sollten für diesen Versuch die Begriffe Oxidation und Reduktion kennen.

Materialien

Reagenzglas, Reagenzglasklammer, Reagenzglasständer, Pipette, Spatel

Chemikalien

Weinsäure, Wasserstoffperoxid, verdünnte Natronlauge, Eisen(III)-chloridlösung, dem. Wasser

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Weinsäure H315, H319, H335 P261, P305+P351+P338 GHS07
Wasserstoffperoxid 30% H302, H318 P280, P305+P351+P338 GHS05 GHS07
Natronlauge 1 M H314 P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05
Eisen(III)-chlorid-6-H2O H290, H302, H315, H318 P280, P305+P351+P338 GHS05 GHS07

Durchführung

Eine Spatelspitze Weinsäure wird in 1 mL dem. Wasser im Reagenzglas gelöst. Anschließend werden nacheinander je fünf Tropfen Eisen(III)-chloridlösung und Wasserstoffperoxid-Lösung sowie 6 mL der verdünnten Natronlauge hinzugetropft.

Beobachtung

Nach Zugabe der Natronlauge färbt sich die gelbe Lösung schnell violett.

Abbildungen

  • Abb. 1: Nach Zugabe der Natronlauge färbt sich die Lösung violett (Skizze).

Deutung

Durch die Natronlauge wird die Lösung alkalisch. Unter diesen Bedingungen oxidiert das Wasserstoffperoxid die Weinsäure zu einer Endiol-Verbindung. Diese bildet mit Eisen(III)-Ionen eine violette Verbindung.

Entsorgung

Die Entsorgung der Lösung erfolgt im Behälter für anorganische Stoffe.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch bietet eine einfach durchzuführende Möglichkeit, eine Farbreaktion mit Säuren zu zeigen. Eisen(III)-chlorid bildet auch mit anderen Verbindungen farbige, nicht nur violette, Komplexverbindungen.

Literatur

H. Schmidkunz, Chemische Freihandversuche – Band 2, Aulis, 2011, S. 323.