Mit Weinsäure wird es violett
von Benjamin Heuer
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt eine Farbreaktion mit Weinsäure. Diese wird durch Wasserstoffperoxid zu einer Endiol-Verbindung oxidiert. Zusammen mit der Eisen(III)-chloridlösung ergibt sich eine violette Färbung.
Vorbemerkung
Dieser Versuch zeigt eine Farbreaktion mit Weinsäure. Diese wird durch Wasserstoffperoxid zu einer Endiol-Verbindung oxidiert. Zusammen mit der Eisen(III)-chloridlösung ergibt sich eine violette Färbung. Die SuS sollten für diesen Versuch die Begriffe Oxidation und Reduktion kennen.
Materialien
Reagenzglas, Reagenzglasklammer, Reagenzglasständer, Pipette, Spatel
Chemikalien
Weinsäure, Wasserstoffperoxid, verdünnte Natronlauge, Eisen(III)-chloridlösung, dem. Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Weinsäure | H315, H319, H335 | P261, P305+P351+P338 |
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| Wasserstoffperoxid 30% | H302, H318 | P280, P305+P351+P338 |
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| Natronlauge 1 M | H314 | P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 |
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| Eisen(III)-chlorid-6-H2O | H290, H302, H315, H318 | P280, P305+P351+P338 |
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Durchführung
Eine Spatelspitze Weinsäure wird in 1 mL dem. Wasser im Reagenzglas gelöst. Anschließend werden nacheinander je fünf Tropfen Eisen(III)-chloridlösung und Wasserstoffperoxid-Lösung sowie 6 mL der verdünnten Natronlauge hinzugetropft.
Beobachtung
Nach Zugabe der Natronlauge färbt sich die gelbe Lösung schnell violett.
Abbildungen
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Abb. 1: Nach Zugabe der Natronlauge färbt sich die Lösung violett (Skizze).
Deutung
Durch die Natronlauge wird die Lösung alkalisch. Unter diesen Bedingungen oxidiert das Wasserstoffperoxid die Weinsäure zu einer Endiol-Verbindung. Diese bildet mit Eisen(III)-Ionen eine violette Verbindung.
Entsorgung
Die Entsorgung der Lösung erfolgt im Behälter für anorganische Stoffe.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch bietet eine einfach durchzuführende Möglichkeit, eine Farbreaktion mit Säuren zu zeigen. Eisen(III)-chlorid bildet auch mit anderen Verbindungen farbige, nicht nur violette, Komplexverbindungen.
Literatur
H. Schmidkunz, Chemische Freihandversuche – Band 2, Aulis, 2011, S. 323.