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Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die Reaktion von Calcium mit Salzsäure unter Wasserstofffreisetzung demonstriert. Das dabei gewonnene Salz wird dargestellt.

Vorbemerkung

In diesem Versuch wird die Reaktion von Calcium mit Salzsäure unter Wasserstofffreisetzung demonstriert. Das dabei gewonnene Salz wird dargestellt. Die SuS müssen für diesen Versuch die Knallgasprobe kennen. Außerdem sollten sie den Säurebegriff nach Arrhenius kennen

Materialien

150 mL Becherglas, Bunsenbrenner

Chemikalien

verdünnte Salzsäure, Calcium

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Calcium gekörnt H261 GHS02
Salzsäure 0,1 M H290 GHS05

Durchführung

  1. 3 mL 0,1 M Salzsäure werden in ein Reagenzglas gegeben, in welchem sich einige Körner Calcium befinden. Während der Reaktion wird die Öffnung des Glases an den Bunsenbrenner gehalten.
  2. Nach Beendigung der Reaktion wird die Lösung in ein Becherglas gegeben und verdampft.

Beobachtung

  1. Nachdem die Salzsäure in das Reagenzglas gegeben wurde, bildet sich dort ein Gas. An der Öffnung des Reagenzglases tritt mit einem leichten Knall eine Stichflamme auf.
  2. Nach vollständiger Verdampfung des Wassers bildet sich auf dem Boden des Becherglases ein weißer, kristalliner Feststoff.

Deutung

Das Calcium reagiert mit der Salzsäure zu Calciumchlorid und Wasserstoff.

Ca(s) + 2 HCl(aq) → CaCl2 (aq) + H2 (g)

Der Wasserstoff entzündet sich am Bunsenbrenner, wodurch die Stichflamme und der Knall entstehen. Nach dem Verdampfen kristallisiert das Calciumchlorid aus und bildet so den beobachteten Feststoff.

Entsorgung

Die Entsorgung erfolgt über das Abwasser.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch bietet sich als Ergänzung bzw. Erweiterung an, wenn die SuS das Reaktionsverhalten von Metallen mit Säuren durchführen. Einerseits wird auch hier das Verhalten eines Metalls beim Kontakt mit Salzsäure untersucht, andererseits wird weiterführend anhand eines ausgewählten Beispiels nachgewiesen, dass bei dieser Reaktion ein Salz entsteht. Als Schülerversuch eignet sich dieser Versuch nur bedingt, da Calcium hochentzündlich ist. Eventuell könnte dieser Versuch als Schülerdemonstrationsexperiment eingesetzt werden.

Literatur

W. Asselborn, M. Jäckel, K.T. Risch, Chemie heute SI, Schroedel, 2001, S. 210.