Lichtblitze mit Verzögerung
von Anonym_2
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird Magnesium in einer stark exothermen Reaktion zu Magnesiumoxid oxidiert. Dabei entstehen ein heftiger Lichtblitz und eine starke Rauchwolke.
Vorbemerkung
In diesem Versuch wird Magnesium in einer stark exothermen Reaktion zu Magnesiumoxid oxidiert. Dabei entstehen ein heftiger Lichtblitz und eine starke Rauchwolke. Die SuS sollten bereits chemische Reaktionen behandelt haben und eine Vorstellung von exothermen Reaktionen haben.
Materialien
Mörser, Pistill, 250 mL Erlenmeyerkolben, Pasteurpipette, Isoplanplatte, Handschuhe
Chemikalien
Kaliumpermanganat, Magnesiumpulver, Glycerin
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kaliumpermanganat | H272, H302, H410 | – |
|
| Magnesium | H260, H250 | – |
|
| Glycerin | – | – | – |
Durchführung
3 g Kaliumpermanganat werden in einem Mörser fein zerrieben und anschließend in den Erlenmeyerkolben überführt. Dann werden 1,5 g des Magnesiumpulvers hinzugefügt und durch Schütteln miteinander vermischt. Das Gemisch wird in einem Abzug auf einer Isoplanplatte zu einem kleinen Berg angehäuft. Mit feuerfesten Handschuhen und mithilfe einer Pasteurpipette werden nun etwa 2 mL Glycerin auf das Gemisch getropft.
ACHTUNG! Sobald das Gemisch anfängt zu rauchen muss mit der Zugabe an Glycerin gestoppt werden und sofort der Abzug geschlossen werden!
Beobachtung
Bei Zugabe des Glycerins ist eine starke Rauchentwicklung zu beobachten. Nach kurzer Zeit entstehen Funken und dann ein heftiger Lichtblitz, der in einer Rauchwolke endet.
Abbildungen
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Lichtblitz
Deutung
Glycerin wird zunächst durch Kaliumpermanganat oxidiert, was von einer starken Wärmeentwicklung begleitet wird, welche die Reaktion immer stärker beschleunigt. Dabei reagiert Glycerin mit Kaliumpermanganat zu Kohlenstoffdioxid, Kaliumcarbonat und Wasserdampf und das Kaliumpermanganat wird zu einem Gemisch von Kaliummanganat, Braunstein und Manganoxid reduziert. Das Magnesiumpulver wird in einer stark exothermen Reaktion zu Magnesiumoxid oxidiert.
Entsorgung
Die Überreste werden mit Wasser versehen und im Feststoffabfall entsorgt.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
F. R. Kreißl, O. Krätz. Feuer und Flamme, Schall und Rauch – Schauexperimente und Chemiehistorisches. 2. Auflage, WILEY-VCH Verlag, 2008, S. 122