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Ziel des Versuchs Der Versuch untersucht die verschiedenen Bestandteile von Schokolade.

Vorbemerkung

Die SuS benötigen an Vorwissen, wie das Abnutschen funktioniert. Andernfalls muss mehr Zeit für den Versuch eingeplant werden, indem durch einen Faltenfilter filtriert wird.

Materialien

Glasstab, Heizplatte mit Rührer, Thermometer, Filter, Filterpapier, Saugflasche, Porzellannutsche, Dichtung, Schlauch, Vakuum, Waage, Trichter

pro Schokoladensorte: Erlenmeyerkolben (100 mL), Becherglas (50 mL), Becherglas (100 mL)

Chemikalien

Wasser, Schokolade, Aceton

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Aceton H225, H319, H336, EUH066 GHS02 GHS07
Wasser

Durchführung

Teil a: Analyse des Fettgehalts

Von jeder Schokoladensorte wird möglichst genau 1 g abgewogen. Ebenso ist vor Versuchsbeginn die Masse des leeren Erlenmeyerkolbens (jeweils pro Sorte) zu bestimmen und zu notieren. In den Erlenmeyerkolben werden dann 30 mL Aceton gegeben, welches auf der Heizplatte auf 50 °C erhitzt wird. Die Schokolade wird unter Rühren im Aceton gelöst. Anschließend wird die Suspension entsprechend der Abbildung unter schwacher Einstellung des Vakuums filtriert. Die im Kolben verbleibenden Reste können mit dem erwärmten Aceton durch die Nutsche gespült werden. Sowohl der Rückstand auf dem Filterpapier als auch das Filtrat (wieder in den vorher gewogenen Erlenmeyerkolben füllen) werden mindestens über Nacht in den Abzug gestellt. Daraufhin werden Erlenmeyerkolben erneut gewogen und die Gewichtsdifferenz bestimmt. Das Filterpapier wird für Versuchsteil b benötigt!

Teil b: Analyse des Zuckergehalts

Vor Versuchsbeginn wird die Masse eines leeren Becherglases (pro Sorte) gewogen und notiert. Das Filterpapier aus Teil a wird auf einen Trichter gegeben und mit ca. 50 mL warmen Wasser (70-80 °C) in kleinen Portionen filtriert. Die Lösung wird im zuvor gewogenen Becherglas aufgefangen und anschließend eingedampft. Wiederum ist die Masse des Becherglases zu bestimmen.

Beobachtung

Teil a

Es bildet sich eine dunkelbraune/weiße Lösung aus Schokolade und Aceton. Die filtrierte Lösung ist hellbraun/weiß. Im Filter bleibt ein dunkelbrauner/weißer Rückstand zurück. Nachdem das Aceton abgedampft ist, ist ein brauner/weißer, schmieriger Feststoff am Boden zu erkennen. Die Messwerte sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.

Schokoladenart/Messgröße  Vollmilchschokolade  Weiße Schokolade  Zartbitterschokolade  
Masse Kolben127,51 g103,00 g124,33 g
Masse Kolben + Rückstand127,88 g103,39 g124,66 g
Masse isoliertes Fett0,37 g0,39 g0,33 g
Herstellerangabe Fettanteil/100 g  31 g35,7 g31,5 g

Teil b

Es wird nach Filtrieren eine hellbraune/weiße Lösung erhalten. Nach dem Eindampfen wird ein brauner, zähflüssiger Stoff gewonnen, welcher nach Karamell riecht. Die Messwerte sind der Tabelle zu entnehmen.

Schokoladenart/Messgröße  Vollmilchschokolade  Weiße Schokolade  Zartbitterschokolade  
Masse Becherglas54,18 g53,62 g52,14 g
Masse Becherglas + Rückstand54,69 g54,11 g52,56 g
Masse isolierter Zucker0,51 g0,49 g0,42 g
Herstellerangabe Zuckergehalt/100 g  57 g54,3 g47,9 g

Abbildungen

  • Abb. 1: Versuchsaufbau Teil a

Deutung

Teil a

Es handelt sich bei der isolierten Substanz um Fett, da es sich im Gegensatz zu anderen Bestandteilen wie Zucker in Aceton löst.

Teil b

Es handelt sich bei der isolierten Substanz um karamellisierten Zucker. Zucker löst sich besser in warmem Wasser, weshalb das Wasser zu Beginn erhitzt wurde.

Entsorgung

Das Filterpapier wird im Hausmüll entsorgt. Überschüssiges Aceton wird in den organischen Lösungsmittelabfall geben.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Der Versuch ist sehr zeitintensiv und die Bestimmung ist keine sehr genaue Methode! Es können trotzdem zusätzlich Vergleiche zu den Herstellerangaben gezogen werden.

Literatur

W. Asselborn, M. Jäckel, Dr. K. T. Risch, Chemie heute- Gesamtband für die S1, Schroedel, Druck Serie A, 2006, S 44.