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Ziel des Versuchs Mittels der Biuret-Reaktion wird nachgewiesen, ob das jeweilige Lebensmittel Eiweiß enthält.

Vorbemerkung

Mittels der Biuret-Probe wird nachgewiesen, ob das jeweilige Lebensmittel Eiweiß enthält. Die SuS müssen zuvor Nährstoffe in der Nahrung thematisiert haben.

Materialien

Reagenzgläser, 2 Pipetten, Stopfen

Chemikalien

Essig, Natronlauge (3%ig), Fehling'sche Lösung I, Wasser, Hühnerei, Milch (bzw. sonstige andere Nahrungsmittel)

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Essigsäure 1 M H314 P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05
Natronlauge 1 M H314 P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05
Fehlingsche Lösung I H411 P273 GHS09
Wasser

Durchführung

In je ein Reagenzglas werden 0,5 mL Eiklar und 2 mL dest. Wasser sowie 2 ml Milch gefüllt und gut geschüttelt, bis sich alles vermischt hat. Nach Zugabe von 5 mL Natronlauge wird abermals gut durchgeschüttelt. In jedes Reagenzglas werden sieben bis acht Tropfen Fehling-Lösung I hinzugefügt und wiederum geschüttelt.

Beobachtung

Es bildet ist zunächst eine hellblaue, dann eine violette Färbung.

Abbildungen

  • Abb. 1: Biuret-Probe (links: Eiweiß, rechts: Milch (hier noch kein violetter Farbumschlag sichtbar))
  • Abb. 2: Kupfer(II)-Biuret-Komplex

Deutung

Wenn die Flüssigkeit Eiweiß enthält, ist ein violetter Farbumschlag sichtbar (bspw. bei Milch), welcher auf eine Komplexbildung mit Kupfer(II) als Zentralteilchen zurückzuführen ist. Weiterhin ist darauf zu achten, dass der pH-Wert alkalisch genug ist, da die Bildung des Kupfer(II)-Biuret-Komplexes in wässriger-alkalischer Lösung verläuft. Dieser bildet sich aus den Peptidketten des Eiweißes und der Fehling'schen Lösung I (Kupfersulfat-Lösung).

Entsorgung

Die Entsorgung erfolgt in den Schwermetallbehälter.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Für diesen Versuch bietet es sich an, die SuS eigenständig Lebensmittel mitbringen zu lassen, von denen sie sicher wissen, dass Eiweiß enthalten ist bzw. von solchen, in denen man es nicht direkt vermuten würde. Als Blindprobe eignet sich z.B. Apfelsaft.

Literatur

www.ltam.lu/scina/9e/nachweis.pdf, (zuletzt abgerufen am 23.07.2016 um 17:18 Uhr).