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Ziel des Versuchs Mit Stearinsäure lässt sich die grundlegende Struktur von Tensiden zeigen. Stearinsäure hat eine polare Carboxlylatgruppe und eine unpolare Kohlenstoffkette. Die Stearinsäuremoleküle richten sich mit der polaren Gruppe in Richtung Wasser aus, wenn sie auf eine heiße Wasseroberfläche gebracht wird.

Vorbemerkung

Mit Stearinsäure lässt sich die grundlegende Struktur von Tensiden zeigen. Stearinsäure hat eine polare Carboxlylatgruppe und eine unpolare Kohlenstoffkette.

Die Stearinsäuremoleküle richten sich mit der polaren Gruppe in Richtung Wasser aus, wenn sie auf eine heiße Wasseroberfläche gebracht wird.

Die SuS müssen für den Versuch Vorwissen über den Aufbau von Tensiden mitbringen.

Materialien

Becherglas, Dreifuß, Bunsenbrenner

Chemikalien

Wasser, Stearinsäure

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Stearinsäure

Durchführung

Ein Becherglas wird zur Hälfte mit Wasser gefüllt und Stearinsäure wird auf die Wasseroberfläche gestreut. Das Becherglas wird auf einen Dreifuß gestellt und mit einem Bunsenbrenner erhitzt, bis die Stearinsäure geschmolzen ist. Danach wird der Brenner entfernt. Wenn die Stearinsäure erstarrt ist, wird sie vorsichtig (!) aus dem Wasser genommen. Beide Seiten der Stearinsäureplatte werden auf Hydrophilie überprüft.

Beobachtung

Die dem Wasser zugewandte Seite der erstarrten Stearinsäureplatte ist hydrophil, die andere Seite hydrophob.

Abbildungen

  • Abb. 1: erstarrte Stearinsäure auf Wasseroberfläche (links) und hydrophile Unterseite (rechts oben) sowie hydrophobe Oberseite der erstarrten Stearinsäureplatte (rechts unten).

Deutung

Die Stearinsäuremoleküle haben sich entsprechend ihrer zwischenmolekularen Wechselwirkungen mit den Wassermolekülen ausgerichtet. Die polare Seite des Moleküls zeigt in Richtung Wasser.

Entsorgung

Die Stearinsäure kann wieder verwendet werden.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Literatur

[3] K. Häusler, H. Rampf, R. Reichelt, Experimente für den Chemieunterricht, Oldenbourg, 2. Auflage, 1995, S. 291.