Nachweis von Peptidbindungen (Biuret-Probe)
von Anonym_9
Ziel des Versuchs In diesem Versuch werden verschiedene Lebensmittel wie Eier und Milch mit der Biuret-Probe auf Peptidbindungen untersucht.
Vorbemerkung
Der Aufbau von Proteinen und Peptiden sollte bereits bekannt sein. Im Rahmen dieses Versuchs können verschiedene Lebensmittel (Milch und Ei) auf das Vorhandensein von Peptidbindungen untersucht werden.
Materialien
Reagenzglas, Tropfpipette, Spatel
Chemikalien
Milch, Eiweißlösung (aus Eiklar), Natronlauge ( c = 1 mol/L), Kupfer(II)-sulfat-Lösung (w = 1-2%)
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Natronlauge 1 M | H314 | P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 |
|
| Kupfer(II)-sulfat-Lösung 0,1 M | H410 | P273, P501 | – |
Durchführung
Das Eiklar wird mit 100 mL Wasser versetzt, gut gemischt und durch etwas Watte filtriert. In das Reagenzglas a werden 2 mL der Eiweiß-Lösung gegeben. In Reagenzglas b werden 2 mL Milch gegeben und in Reagenzglas c 2 mL destilliertes Wasser (Blindprobe).
Beobachtung
Die Lösungen in den Reagenzgläsern a und b verfärben sich lila. In dem Glas mit der Blindprobe flockt hellblaues Kupfer(II)-hydroxid aus.
Deutung
Es bildet sich ein lilafarbener Komplex aus den Peptidbindungen und dem Kupferion als Zentralatom.
Entsorgung
Die Lösungen werden im Schwermetallbehälter entsorgt.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Im Rahmen dieses Versuchs können noch viele weitere Lebensmittel untersucht werden. Die Sekundärstruktur der Proteine kann im Anschluss an dieses Experiment behandelt werden. An dieser Stelle ist eine didaktische Reduktion notwendig, weil Komplexverbindungen im Unterricht in der Regel nicht thematisiert werden.
Literatur
D. Wiechoczek, www.chemieunterricht.de/dc2/milch/v-biuret.htm , letzte Überarbeitung 27.02.2008 (zuletzt abgerufen am 19.08.2014 um 11 Uhr).